Hagener SPD nominiert Horst Wisotzki

Hagen. (Red./ME) Ähnlich wie der CDU und den Grünen ist jetzt auch der heimischen SPD bei der Oberbürgermeister-Kandidaten-Kür eine Überraschung gelungen – sie hat den 62-jährigen Ur-Hagener Horst Wisotzki aus dem Hut gezaubert. Früher hat er in Hagen Brände gelöscht – jetzt soll der Eilper politische Brandherde im hiesigen Rathaus löschen: Auf Vorschlag der SPD will der ehemalige Amtsleiter der Hagener Feuerwehr zur Wahl am 25. Mai 2014 kandidieren.

Der Parteivorstand der Hagener SPD hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, den Mitgliedern zu empfehlen am Freitag, 14. März, Horst Wisotzki zum Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters zu nominieren. Dann entscheiden alle SPD-Mitglieder auf einer Vollversammlung verbindlich über die OB-Kandidatur.

„Ich strebe keine Parteienkoalition an, sondern ich will ein Bündnis mit den Menschen in unserer Stadt,“ erläutert Wisotzki das Leitmotiv seiner Kandidatur. Die Hagener SPD ist nach Worten ihres Vorsitzenden Timo Schisanowski „hocherfreut und stolz darauf“, mit Horst Wisotzki – der erst vor 20 Monaten der Partei beigetreten war und dort kein Amt bekleidet – in den Wahlkampf zu ziehen. „Wisotzki ist nach unserer Auffassung die Idealbesetzung für das OB-Amt. Er verkörpert mit all seiner Erfahrung ein Höchstmaß an Verwaltungskompetenz,“ begründet Schisanowski die Entscheidung für Wisotzki.

Selbstverständlich

Gleichzeitig biete man mit Wisotzki als OB-Kandidaten den Bürgern ganz bewusst eine gestandene Persönlichkeit an, für die man weit über alle Parteigrenzen hinaus um Zustimmung werbe. „Mit Horst Wisotzki weiß jeder Hagener Bürger die Geschicke unserer Stadt in guten Händen,“ stellt Schisanowski heraus. „Vertrauen, Verantwortung und Verlässlichkeit gegenüber jedermann sind für Horst Wisotzki eine Selbstverständlichkeit.“

Als ehemaliger Amtsleiter hat Wisotzki die Personalverantwortung für über 800 haupt- und ehrenamtliche Angehörige der Hagener Feuerwehr getragen. Nach erfolgreicher Ausbildung zum Betriebsschlosser wurde Wisotzki am 1. Juni 1971 in die Feuerwehr Hagen aufgenommen. Zahlreiche Beförderungen bis in den Höheren Dienst waren Ergebnis etlicher Fortbildungsmaßnahmen; so stieg Horst Wisotzki schlussendlich zum Oberbrandrat und stellvertretenden Amtsleiter auf. Zum 1. Oktober 2001 übertrug ihm die Stadt die Amtsgeschäfte als Chef der Feuerwehr Hagen, die er bis zu seiner Pensionierung Ende 2011 zehn Jahre lang erfolgreich führte.

Eigene Eckpunkte

Für die anstehenden Monate setzt Horst Wisotzki auf einen themenbezogenen Wahlkampf, für den er ein eigenes Eckpunktepapier verfasst hat. Darin haben die Förderung von Bildung und Schule, öffentlicher Sicherheit und Ordnung, sozialer Infrastruktur und Sport absolute Priorität. Dabei dürfe in Zeiten knapper Kassen jedoch „nur das versprochen werden, was die Finanzen auch zulassen“, betont Wisotzki.

Auf dem Weg hin zu soliden Stadtfinanzen setzt der in Hagen ebenso wie in den Arnsberger und Düsseldorfer Verwaltungskreisen gut vernetzte SPD-Spitzenkandidat „neben zwingend notwendiger Hilfe von Land und Bund auch auf eine kritische Überprüfung der Strukturen in der Stadtverwaltung“. Betriebsbedingte Kündigungen schließt er indes ebenso aus „wie den Verkauf von städtischem Tafelsilber“, das heißt: er will keine Privatisierung von städtischen Dienstleitungen oder den Verkauf städtischer Unternehmen im Rahmen der Daseinsvorsorge. Überdies strebt er die gezielte Bereitstellung von Gewerbe- und Industrieflächen zur Stärkung des Wirtschafts- und Arbeitsstandortes Hagen an.

Ferner legt Wisotzki großen Wert darauf, „erfolgreiche Veränderungen nur gemeinsam mit den Bürgern sowie den städtischen Mitarbeitern erreichen“ zu wollen. Der in Eilpe wohnende Horst Wisotzki ist verheiratet und Vorsitzender von Blau-Weiß Haspe. Nicht verwechseln darf man ihn mit seinem Vater – dem früheren Hasper Bezirksvorsteher Horst Wisotzki sen.