Hagener Straßenbahn AG auf gutem Vorjahresniveau

Hagen. Die Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HVG) konnte insbesondere dank der erfreulichen Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften Hagener Straßenbahn AG und Hagenbad GmbH 2012 ihr Ergebnis positiv gestalten. „Den 2011 erstmals nur im einstelligen Millionenbereich liegenden Fehlbetrag haben wir 2012 nochmals um 0,7 Millionen Euro auf 9,2 Millionen verbessern können,“ sagt HVG-Geschäftsführer Christoph Köther. Als einer der größten Arbeitgeber in Hagen fühlt sich die HVG zudem verpflichtet, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu geben. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden rund 40 Jugendliche in verschiedenen Berufszweigen ausgebildet.

Besonders positiv: Westfalenbad

Besonders positiv bewertete Christoph Köther die Entwicklung bei der Tochter ‚Hagenbad‘:  „Der erneute Besucheranstieg macht deutlich, dass das 2006 beschlossene Bäderkonzept die richtige Entscheidung war. Heute bieten wir eine hochattraktive Bäderlandschaft zu deutlich geringeren Kosten.“ Insgesamt wurden die Bäder im abgelaufenen Geschäftsjahr von rund 618.000 Menschen besucht. Das sind 81.000 Badegäste mehr als noch im Jahr zuvor.

Den mit Abstand größten Anteil an dieser Entwicklung hatte das Westfalenbad mit einem Zuwachs von 54.000 Besuchern bzw. 12 Prozent. Der Saunabereich des Westfalenbades konnte sogar einen Anstieg von 26 Prozent auf mehr als 70.000 Besucher verzeichnen. In Summe hat das Westfalenbad somit bereits im zweiten vollständigen Betriebsjahr mit rund einer halben Millionen Besuchern die ursprüngliche Zielgröße erreicht. Sehr positiv sei – so Köther – auch die damit einhergehende Entwicklung der Umsatzerlöse von Hagenbad: „Sie sind 2012 auf rund 3,2 Millionen Euro angestiegen – dies ist beinahe dreimal so viel wie noch 2009, dem Jahr vor der Eröffnung des Westfalenbades.“

Aufgrund des insgesamt starken Kundenzuspruchs wird die Saunalandschaft des Westfalenbades bereits in diesem Jahr um ein weiteres Ruhehaus sowie eine weitere Sauna erweitert. Die Bauarbeiten dazu haben schon im Mai begonnen, noch in diesem Jahr soll Eröffnung sein.

Straßenbahn AG auf gutem Vorjahresniveau

Die Hagener Straßenbahn AG konnte ihr Vorjahresergebnis – das Beste seit mehr als 20 Jahren – trotz Kostensteigerungen nahezu halten. „Hier zeigen sich die nachhaltigen Effekte unserer Restrukturierungsmaßnahmen. Wir sind effizienter geworden und haben schlankere Prozesse“, erläutert der HVG-Chef. Die guten Wirtschaftsergebnisse der letzten Jahre haben auch maßgeblich dazu beigetragen, dass Ende 2012 durch den Rat der Stadt Hagen eine sogenannte Direktvergabe der ÖPNV-Dienstleistungen an die Hagener Straßenbahn beschlossen wurde. Hiernach wird das Unternehmen mindestens bis zum Ende des Jahres 2022 für die Mobilität der Hagener Fahrgäste zuständig sein.

Christoph Köther freut sich über diese Entscheidung der Stadt Hagen:  „Wir können stolz darauf sein, dass die Stadt mit dieser Entscheidung großes Vertrauen in unser Unternehmen setzt“, so Köther. Im Jahr 2012 hat die Hagener Straßenbahn insgesamt 34,4 Mio. Fahrgäste befördert.

Im Jahr 2012 wurde die moderne Busflotte des Unternehmens noch einmal durch sechs weitere neue Busse, die allesamt mit Klimaanlage ausgestattet sind, verjüngt. Zehn weitere Fahrzeuge werden in diesem Jahr folgen. Damit sind dann insgesamt bereits 31 Fahrzeuge mit Klimaanlage auf Hagens Straßen unterwegs. Zukunftsweisend ist ebenfalls der neue Internetauftritt, der den Kunden auch eine mobile Version bietet. Mit RSS-Feeds kann der Kunde sich zudem alle Neuigkeiten und Störungen im Liniennetz direkt auf sein Handy senden lassen.