Hagens Schüler im Fokus

Hagen. (san) Entscheidungen und Beschlüsse gab es in dieser Februar-Woche, die für die Beteiligten als Erfolg verbucht werden dürfen.

Für das Miteinander der Bürger: Die Stadt Hagen ist in das neue Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ aufgenommen worden. Das teilt der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel mit: „Für dieses Jahr werden 55.000 Euro bereitgestellt, die Stadt selbst muss keinen Eigenbeitrag leisten.“
Das Programm unterstützt Vereine, Projekte und Initiativen, die sich der Förderung von Demokratie und Vielfalt widmen und gegen Rechtsextremismus, gegen Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und gegen Radikalisierung arbeiten. In Hagen wird der Jugendring diese Aufgabe übernehmen. Hagen gehört zu den bundesweit 171 Städten und Kreisen, deren Anträge positiv beschieden wurden.

Für Spielbrink-Grundschüler: Mit einem für sie kostenlosen Schoko-Ticket dürfen zum kommenden Schuljahr all jene Schüler rechnen, die wegen der 2013 vom Rat beschlossenen Schließung der Grundschule Spielbrink zum Ende des Schuljahrs 2014/15 zur Grundschule Friedrich Harkort (Quambusch) wechseln müssen. Bei der Einschulung nämlich war deren Eltern von der Schulleitung versprochen worden, dass die Dötze bis zum Ende ihrer Grundschulzeit am Spielbrink unterrichtet würden – ein entscheidendes Kriterium für die Eltern, ihre Kinder dort anzumelden.
Dazu kam, dass den Eltern die beabsichtigte Schulschließung und die Zuweisung der Schulkinder zur Friedrich-Harkort-Schule über 18 Monate lang weder vom Schulträger noch von der Schulleitung bekannt gegeben worden war. Unzumutbar fanden dies nicht nur die betroffenen Eltern, sondern auch die Ratsfraktionen und -gruppierungen SPD, Linke, Bürger für Hohenlimburg, Piraten Hagen und Hagen aktiv. Sie machten sich für eine Wiedergutmachung wegen der gebrochenen Zusage stark und setzten am Donnerstag im Stadtrat durch, dass den Schülern das kostenlose Schoko-Ticket gewährt wird – unabhängig von der Entfernung zwischen Wohnung und Harkort-Schule.

Für die Schüler am Vossacker: Noch nicht geschlossen werden soll die Hauptschule Vorhalle. Dafür sprach man sich im Schulausschuss aus, nachdem die Verwaltung sich für den vorläufigen Erhalt stark machte. Mindestens bis 2018 soll die Einrichtung weitergenutzt werden, so dass die jetzigen Schüler ihre Schulzeit am Vossacker beenden können.

Leider auch wieder Unfälle: Bei einem Unfall in der Thünenstraße zog sich eine 88-jährige Passantin so schwere Verletzungen zu, dass sie mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden musste. Der Fahrer eines Lastwagens setzte im Bereich der Seniorenresidenz zurück und es kam zur Berührung mit der Rollatorfahrerin. Der eingesetzte Notarzt forderte aufgrund der schweren Verletzungen, die sich die Frau entweder durch den Kontakt mit dem Fahrzeug oder den dadurch verursachten Sturz zugezogen hatte, den Rettungshubschrauber an.
Mit Schmerzen in der Brust machte sich am Mittwochabend ein Autofahrer auf den Weg ins Krankenhaus. Nach ersten Ermittlungen ereilte den 51-Jährigen ein Herzinfarkt, auf dem Kurt-Schumacher-Ring verlor er dadurch gegen 21 Uhr die Kontrolle über seinen Wagen und prallte gegen ein Straßenschild und einen Baum. Alarmierte Rettungskräfte leiteten eine sofortige medizinische Versorgung ein, konnten seinen Zustand stabilisieren und ihn zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus bringen. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit. Der Unfallschaden liegt bei 4000 Euro.