Hagens Woche: Glätte, Fehlalarm und Schlange

Hagen. (hc/red.) Zum Start der Woche begrüßte Väterchen Frost die Volmestadt. Die weißen Flocken bescherten vor allem den Autofahrern keine Freude. Relativ glimpflich ausgegangen ist am Montagmorgen ein Frontalunfall zwischen einem Linienbus und einem PKW. Eine 26-Jährige befuhr gegen kurz vor acht Uhr mit ihrem Renault die Obernahmer Straße. Aufgrund der Glätte auf der Straße verlor sie die Kontrolle über ihren Wagen und kollidierte frontal mit dem Linienbus. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich keine Fahrgäste im Bus. Der 53-jährige Fahrer blieb unverletzt.
Die 26-jährige Renaultfahrerin verletzte sich leicht am Nacken und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Ihr Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Der Gesamtschaden belief sich auf rund 13.000 Euro.
Deutlich schlimmer endete dagegen ein Unfall für einen 76 Jahre alten Motorrollerfahrer. Dieser zog sich am Mittwoch bei einem Unfall lebensgefährliche Verletzungen zu. Gegen Viertel nach Fünf Uhr am Abend befuhr der Mann die Pappelstraße und prallte ungebremst in das Heck eines Kleintransporters, der mit eingeschaltetem Warnblinklicht am Fahrbahnrand stand.
Durch den Aufprall verletzte sich der 76-Jährige so schwer, dass er mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Im Zusammenhang mit der ersten medizinischen Versorgung bemerkten Notarzt und Rettungssanitäter deutlichen Alkoholgeruch bei dem Rollerfahrer.
Während er nun auf der Intensivstation behandelt wird, sucht die Unfallsachbearbeitung sowohl Zeugen des Vorfalls als auch Angehörige des Schwerstverletzten. Hinweise an Tel. 02331 / 986-2066.
Fehlalarm
Am Dienstag meldete gegen kurz nach drei Uhr ein Zeuge einen verdächtigen Mercedes in der Tiefgarage des Sparkassenkarrees in der Innenstadt.
Die Fahrertür des Wagens stand offen und auf der Rückbank befand sich ein seltsames fassähnliches Behältnis mit zunächst unbekanntem Inhalt. Da nicht auszuschließen war, dass von dem Inhalt eine Explosionsgefahr und somit eine Gefahr für Leib und Leben ausging, wurden alle Teile des Sparkassenkarrees umgehend geräumt und die umliegenden Straßen gesperrt.
Rund 300 Personen mussten die Büros und Geschäfte verlassen. Zeitgleich wurden die Hagener Feuerwehr und Spezialisten des Landeskriminalamtes in Düsseldorf alarmiert. Experten der Hagener Feuerwehr konnten allerdings rasch Entwarnung geben. Bei dem verdächtigen Behältnis handelte es sich um ein Zubehörteil für ein Sauerstoffgerät. Es beinhaltete 25 Liter medizinischen Sauerstoff. Hiervon ging zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr aus. Der 72-jährige Eigentümer des Mercedes konnte ermittelt werden. Er gab an, dass seine Frau lungenkrank und auf das Gerät angewiesen sei. Zusammen mit ihr habe er einen Arzt in der Innenstadt aufgesucht.
Warum sein Fahrzeug offen stand, konnte sich der Hagener nicht erklären. Während der Sperrung kam es zu Verkehrsstörungen in der Innenstadt.
Aufmerksamer Beobachter
Waldemar Lindau ist Hobby-Jäger, doch was er in dieser Woche im Hohenlimburger Wald fand, war außergewöhnlich. Eine meterlange Schlange lag dort zwischen Laub und Ästen.
Nach dem ersten Schreck näherte sich Lindau dem Reptil und fand heraus, dass das Tier bereits tot war und einfach im Wald „entsorgt“ wurde.
Nach Wochenkurier-Recherche könnte es sich sehr wahrscheinlich bei dem toten Tier um eine Hybrid-Boa aus Boa constrictor und Boa imperator halten. Wie das Tier in den Wald gelangte, ist unklar.