Handwerkswelt und Spielzeug im Freilichtmuseum Hagen

Hagen. (saz) Einen Blick in die Kinderzimmer der vergangenen 150 Jahre gibt es in der diesjährigen Sonderausstellung im Freilichtmuseum Hagen. Hier wird die „Handwerkswelt im Kleinen“ dargestellt, mit verschiedenem historischen Spielzeug, das Kindern auf spielerische Art die Handwerkskunst näher bringen soll. Die Ausstellung im Haus Sümmern (oberer Platz) beginnt am Sonntag, 31. Mai 2015, um 13 Uhr. Bis zum 31. Oktober 2015 ist dort Spielzeug aus unterschiedlichen Epochen zu sehen.

Spielerisches Handwerk

Auch wenn das Spielzeug im Mittelpunkt steht, so ist der Besuch im Haus Sümmern nicht nur etwas für Kinder. Auch die Erwachsenen kommen hier voll auf ihre Kosten und sei es nur durch ein Rückversetzen in ihre eigene Kindheit. „Die Eltern können dann ihren Kindern erzählen, wie das damals bei ihnen war“, erklärt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. So könne während des Museumsbesuchs in der Familie direkt erörtert werden, wie sich Gesellschaft und Handwerk entwickelt haben.

In einer Spielzeugausstellung darf natürlich auch das Spielen selbst nicht zu kurz kommen. Deshalb gibt es Mitmach-Stationen. Außerdem endet die Führung im Spielzimmer, wo einzelne nachgebildete Spiele zum Verweilen und Ausprobieren einladen. Das sei sehr wichtig, wie die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Anke Hufschmidt betont: „Das Wesentliche beim Spielen ist das Anfassen.“ Aber auch der pädagogische Aspekt spielte natürlich bereits vor 150 Jahren eine wichtige Rolle. So zeigt beispielsweise ein Holzwerkzeugkasten für die Kleinen den Zusammenhang zwischen „Üben und Vergnügen“.

Begleitendes Programm

Natürlich werden die Museumsbesucher in der Ausstellung nicht allein gelassen. 60-minütige Führungen durch die Sonderausstellung sind bei einer Gruppengröße bis 15 Personen individuell beim Museum buchbar. Aber auch das sonstige Begleitprogramm kann sich sehen lassen.

Das Mitmachangebot „Handwerk zum Spielen“ für alle Menschen ab sechs Jahren findet unter anderem am den Sonntagen 31. Mai und 14. Juni 2015 jeweils von 14 bis 17 Uhr vor dem Ausstellungsgebäude statt. Außerdem gibt es am Sonntag, 7. Juni 2015, von 14 bis 15 Uhr besondere Einblicke mit dem Ausstellungskurator Alexander Dreier und einer Gebärdendolmetscherin.

In den Sommerferien gibt es an vier Tagen, vom 4. bis 7. August 2015, die Möglichkeit für Schüler ab acht Jahren beim Ferienprogramm „Spiel doch mit!“ in der Zeit von 12 bis 14 Uhr oder 14.30 bis 16.30 Uhr Spielzeug selbst herzustellen und auszuprobieren.