Harkorten-Richtfest und ein Fahrverbot

Das alte „Geburts- und Ökonomiehaus“ von Gut Harkorten in Westerbauer ist inzwischen aus dem „ruinösen Dornröschenschlaf“ erwacht. Der Richtkranz weht seit Donnerstag über dem kulturgeschichtlich hochbedeutenden Juwel. Das wird nicht nur alle Heimatfreunde freuen - denn das Gut ist immerhin als nationales Denkmal eingestuft. (Foto: Michael Eckhoff)
Das alte „Geburts- und Ökonomiehaus“ von Gut Harkorten in Westerbauer ist inzwischen aus dem „ruinösen Dornröschenschlaf“ erwacht. Der Richtkranz weht seit Donnerstag über dem kulturgeschichtlich hochbedeutenden Juwel. Das wird nicht nur alle Heimatfreunde freuen – denn das Gut ist immerhin als nationales Denkmal eingestuft. (Foto: Michael Eckhoff)

Hagen. (san/ME) Für Hagens Architektur- und Heimatfreunde gab es in dieser Woche einen guten Grund, sich zu freuen: Über dem alten „Geburts- und Ökonomiehaus“ von Gut Harkorten weht seit Donnerstag der Richtkranz. Das Haus ist sozusagen das Ursprungshaus der bedeutenden Familie Harkorten, hier wurden unter anderem die Eisenbahn-Pioniere Friedrich und Gustav Harkort geboren. Die Harkorts haben dieses Haus im 17. Jahrhundert errichtet – kurz nach dem 30-jährigen Krieg.

War das kulturgeschichtlich wertvolle Kaufmanns- und Bauernhaus in den letzten Jahren stark dem Verfall preisgegeben, wird es jetzt in einer aufwändigen Sanierung gerettet. Mehrere Büros und Wohnungen sollen darin entstehen. Das Investitionsvolumen wird bei über zwei Millionen Euro liegen. Auch der Steuerzahler beteiligt sich an der Rettungsaktion – der Hagener Bundestagsabgeordnete René Röspel konnte vor über einem Jahr beim Berliner Kulturminister 200.000 Euro als Zuschuss locker machen. „Das Geld fließt in die Balken“, betonte Röspel. Dass Berlin eine so hohe Summe bewilligt, liegt an der Einstufung Harkortens:

Das Gut ist ein nationales Denkmal!

Aufholjagd

Phoenix Hagen hat sein Spiel gegen Berlin zwar mit 74:78 verloren, sich aber achtbar gehalten. Nach einer Aufholjagd im Schlussviertel hat Phoenix die Sensation sogar nur knapp verpasst. Zur Halbzeit führte Berlin 52:40. Im dritten Viertel lag Phoenix 20 Punkte zurück, konnte sich aber noch einmal bis zu dem knappen Endergebnis herankämpfen.

Streik

Auch in Hagen haben Erzieher, Kinderpfleger und Sozialarbeiter gestreikt. Sie waren dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt. 140 Mitarbeiter im Sozial- und Erziehungsdienst waren mit zwei Bussen zu einer Kundgebung nach Dortmund gefahren. Viele Einrichtungen hatten gestern nicht geöffnet. Nach Auskunft von Verdi waren etwa zwei Drittel der 23 städtischen Kitas geschlossen, außerdem hatte es Ausfälle bei Beratungsstellen, Sozial- und Jugendämtern gegeben.

Nicht immer nach Vorschrift

Ansonsten gab’s jede Menge Verkehr auf Hagens Straßen – aber nicht immer so, wie es in der Straßenverkehrsordnung vorgesehen ist:

Zunächst ging ein Bagger in der Lenne baden. Bei Arbeiten im Hohenlimburger Wildwasserpark ist das Gefährt umgestürzt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Der großangelegte Blitzermarathon war erst für Donnerstag angekündigt, da meinte wohl ein Motorradfahrer, vorher noch mal aufdrehen zu können – die Polizei war trotzdem schon da. 112 km/h zu schnell war der Biker. Mit Tempo 162 und Soziusfahrer im Rücken raste der Mann am Dienstagnachmittag auf der Voerder Straße in eine Radarkontrolle. Erlaubt waren in diesem Bereich aber nur 50 km/h. Das wird teuer: der Raser hat damit das Höchstmaß des Bußgeldkatalogs für Geschwindigkeitsverstöße ausgereizt. Auf ihn kommen 680 Euro, zwei Punkte im Verkehrszentralregister und drei Monate Fahrverbot zu.

Dass am Mittwoch im gesamten Stadtgebiet der europaweite Blitzermarathon im Gange sein würde, war groß angekündigt worden, dennoch gingen den Beamten auch in Hagen einige Raser ins Netz. Insgesamt wurden von der heimischen Polizei 10809 Fahrzeuge an 61 Kontrollstellen unter die Lupe genommen. 353 Autofahrer waren zu schnell unterwegs, fünf waren nicht angeschnallt, die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung betrug 46 km/h (200 Euro Bußgeld, ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg).