HHBVler + Hackebämmel = Heimatkette für Manka

Die Schminke muss beim Kirmeszug sitzen - denn Hackebämmel Peter Manka ist immer mittenmang. (Foto: privat)

Haspe. (san) Hasper Heimat- und Brauchtum-Verein – hört sich für jüngere Ohren eher „sperrig“ an. Obendrein noch 15 lange Jahre dessen Vorstand als Schatzmeister anzugehören, ist das spaßig? Da lässt Peter Manka keine Zweifel aufkommen: „Auf jeden Fall.“

Weil es so schön war, kümmerte er sich zeitgleich um die Penunsen der für die Kirmesleute unabdingbaren Dieter-Klöckner-Stiftung. Und für einen weiteren Kirmesverein ist er immer noch als Kassierer im Dienst: bei den Hackebämmels Enkeln. Damit ist ganz klar: der diesjährige Träger der Hasper Heimatkette muss ein Mann des Ulks sein! Ein Hackebämmel ohne Spaß inne Backen? Geht ja gar nicht.

Spaß an Zahlen

Und trotzdem kann der Mann, der bei Nordwest den Fachbereich Ein- und Verkauf leitete, mit Zahlen durchaus ernsthaft umgehen. Durch sein präzises Wirtschaften kam die Hasper Kirmes und alles, was die Brauchtumsleute dem Ennepevolk sonst an Frohsinn übers Jahr bescheren, nie in die finanzielle Bredouille.

Weil er es mit den Hasper Mitmenschen gut kann, zieht er auch immer wieder neue Brauchtumsinteressenten an und in seinen Verein. Keine Frage, die Heimatkette hat sich Peter Manka redlich verdient.

Enkel sind sein Ding

Und überhaupt ist es Manka selbst erst mitzuverdanken, dass es eine Fortsetzung für den altehrwürdigen Kirmesverein Hackebämmels (gegründet 1910, aufgelöst 1957) gibt. 1995 nach dem Zug muss es gewesen sein, als die vereinslosen, aber kirmesliebenden jungen Männer Peter Manka und Udo Röhrig in der Küche des Letztgenannten zusammensaßen und die „Enkel“-Version des nunmehr größten aller Hasper Kirmesvereine aus der Taufe hoben.

Die Schminke muss beim Kirmeszug sitzen – denn Hackebämmel Peter Manka ist immer mittenmang. (Foto: privat)

Damit war es auch um Mankas Freizeit geschehen. „Wenn er von der Arbeit nach Hause kam, wurden die Klamotten gewechselt, und weiter ging es gleich in den Verein,“ weiß Ehefrau Renate zu berichten. Aber sie sagt das völlig unaufgeregt, war sie doch selbst Jugendleiterin in selbigem Club. Eigentlich kann die ganze Familie Manka nicht mehr ohne.

Mit dem Löffel zum Wachholderritter gekürt wurde Peter Manka 2003. Neben Kneip- und Frohsinn bewies er immer schon auch den Sinn für ULK. In welche Kategorie sollte sonst beispielsweise der spontane Kauf eines Lamms eingeordnet werden, vor Jahren bei einem Besuch des befreundeten Theatervereins in Rinnen in der Eifel. Eine Tierärztin musste tief in der Nacht noch einem kleinen Schaf auf die Welt verhelfen – die fröhlichen Hasper holten es sechs Wochen später ab, hatten sich allerdings zunächst keine Gedanken über den Verbleib des Tieres gemacht.

„Da passte es wunderbar, dass unser Freund Peter Mervelskemper just zur Hochzeit eingeladen hatte.“ Denn der besaß bereits Schafe. Die Erweiterung der Herde war doch das ideale Hochzeitsgeschenk. Zumal Petra, so hieß die wollene Dame, später, zum Schlachtzeitpunkt, schwanger war und somit tatsächlich ungeschoren davon kam…

Das ist lange her. Peter Manka, der Ende Januar wie so viele seiner „alten“ Mitstreiter den HHBV-Vorstand verließ, um Jüngeren Platz zu machen, hat seit seinem Rentner-Dasein auch seinem zweiten Hobby, dem Reisen, viel Platz eingeräumt.

„Der 1. April ist allerdings Stichtag bei uns – der Wagenbau geht los und die heiße Kirmes-Phase kommt.“ Undenkbar für den diesjährigen Heimatkettenträger, hierbei nicht mitzumischen.