Hasper stellen die Innenstadt in den Fokus

Welche Ideen haben die Hasper für ihren Stadtteil? Dieser Frage gingen rund 30 Teilnehmer bei der Stadtbezirkswerkstatt nach. (Foto: Esther Schöttke/Stadt Hagen)

Haspe. Trotz des schönen Wetters fanden sich am vergangenen Dienstag, 3. Juli, über 30 diskussionsfreudige Hasperinnen und Hasper bei der fünften und letzten Stadtbezirkswerkstatt zusammen, um sich über das integrierte Stadtentwicklungskonzept „HAGENplant2035“ zu informieren und ihre Meinungen und Ideen für die zukünftige Entwicklung Haspes einzubringen.

Innenstadt im Fokus

Mehrere der fünf Arbeitsgruppen beschäftigten sich unter anderem mit dem Thema „Qualität der Hasper Innenstadt“. Diese könnte im Jahr 2035 in den Augen vieler Anwohner folgendermaßen aussehen: Neben den kleinen inhabergeführten Einzelhandelsangeboten und Ateliers wurde der Kreisel-Innenhof geöffnet, am freigelegten Bach hat sich Gastronomie angesiedelt und die Hasper treffen sich gern an diesem Ort. Angsträume gehören der Vergangenheit an, die öffentlichen Plätze im Bezirk sind hochwertig ausgestattet, multifunktional gestaltet und laden zum Verweilen ein.

Tiefgaragen oder stärkerer ÖPNV

In Sachen Mobilität wünschen sich die Bewohnerinnen und Bewohner, dass die Autos in Tiefgaragen verschwinden – falls sie überhaupt noch gebraucht werden. Der ÖPNV soll gestärkt und möglicherweise kostenlos angeboten werden. Außerdem könnten viel mehr Radfahrer unterwegs sein, die auf gut ausgebauten und vernetzten Strecken durchs Grüne radeln. Neben der guten Erreichbarkeit des Baumwipfelpfades mit dem Fahrrad könnte dieser auch mit einer Seilbahn erreicht werden, wenn nicht gar mit autonom fahrenden Fahrzeugen.

Durchmischte Gesellschaft

Obwohl kaum Menschen mit Migrationshintergrund an der Hasper Bezirkswerkstatt teilgenommen haben, standen die Chancen und Möglichkeiten einer durchmischten integrativen und friedlichen Gesellschaft im Zentrum diverser Diskussionen. 2035 soll ein Miteinander gelebt werden. Baudezernent Thomas Grothe hob in seiner abschließenden Zusammenfassung der Diskussionsergebnisse die Idee „Lecker in Haspe – Essen aus aller Welt“ hervor, ein interessantes Restaurantkonzept, das die Hasper Innenstadt beleben könnte.
Mit der Hasper Bezirkswerkstatt endete die Tour „HAGENplant2035“ durch die fünf Stadtbezirke – die Beteiligungsphase des integrierten Stadtentwicklungskonzepts geht allerdings weiter. Nächsten Donnerstag, 12. Juli, findet der Workshop „Jugend macht Stadt“ ab 18 Uhr im Kultopia statt. Hagener zwischen 14 und 25 Jahren sind zum Mitmachen eingeladen. Um Anmeldung per E-Mail an marianne.booke@stadt-hagen.de wird gebeten, da auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt werden soll.