Haushaltssperre!

Hagen. (san/ME) Es ist bekannt: die Stadt Hagen muss schleunigst 20 Millionen Euro einsparen. Dies ist in etwa die Summe, die an der Volme durch wegbrechende Gewerbesteuern ein zusätzliches Loch in den klammen Haushalt reißt. In den verschiedensten Ämtern wurde im Vorfeld um Vorschläge gebeten, wie Ausgaben verschoben oder gar verhindert werden können. Aber die eingegangenen Ideen reichen laut Kämmerer Christoph Gerbersmann nicht aus, um dieses Loch zu stopfen. In der Ratssitzung am Donnerstag, 28. August 2014, kündigte er daher eine ab kommenden Montag, 1. September, geltende Haushaltssperre an.

Das bedeutet, dass die Stadt nur noch gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben finanzieren darf. Öffentliche Veranstaltungen sind somit überhaupt nicht mehr sicher, geplante Gebäudesanierungen werden wohl verschoben werden. Welche Einschnitte im Detail auf die Bürger zukommen, ist bisher noch nicht in Gänze geklärt.

Sparkassenfilialen?

Die Sparkasse Hagen muss sich bei der angekündigten Neuausrichtung ihres Filialnetzes mit der Stadt Hagen „in einem konstruktiven Dialog“ abstimmen. Dies ist das Ergebnis eines Antrages der SPD-Fraktion in der Ratssitzung.

Einhergehend mit einer ersten Ankündigung des Sparkassendirektors Frank Walter, seine Sparkassenfilialstandorte auf den Prüfstein stellen zu wollen, befürchten die Sozialdemokraten eine weitere Schwächung der Stadtteilzentren. „Ein Gutachter soll das Filialnetz unter die Lupe nehmen,“ heißt es. Nicht durchsetzen konnte sich die SPD-Fraktion bei ihrer Forderung, den Verwaltungsratsmitgliedern, die der Rat der Stadt entsendet, eine „Empfehlung“ für ihre Entscheidung im Verwaltungsrat der Sparkasse mit auf den Weg zu geben.

Für die SPD ist ein Wohnumfeld mit einer guten Nahversorgung entscheidend für die weitere Zukunft der Stadtteile und Nebenzentren. Ratsherr Jörg Meier unterstreicht: „Von daher sind Entscheidungen nicht nur unter den betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten des Unternehmens sondern auch unter den Aspekten der Stadtentwicklung zu bewerten.“

Stolpersteine

Am Freitagvormittag wurden in Hohenlimburg erneut Stolpersteine verlegt – diesmal zur Erinnerung an die Familie Julius, Auguste, Rolf und Margot Stern, sowie an Augustes Schwester Jenny Weil. Die fünf Seine befinden sich unweit der ehemaligen Synagoge: genauer vor dem Grundstück Wesselbachstraße 4.

Schumacher-Fest

Ebenfalls am Freitagvormittag stand der Hagener Museumsplatz ganz im Zeichen einer großen Geburtstagsparty – die Kinder zahlreicher Hagener Schulklassen waren vor dem Emil-Schumacher-Museum erschienen und feierten „Emils Geburtstag“. Diese Festivitäten finden bekanntlich alle zwei Jahre statt. Auch diesmal hatten sich die Kinder mächtig ins Zeug gelegt und zahlreiche Aktionen aus dem Boden gestampft – am Stand der Waldorfschule beispielsweise entstanden direkt vor Ort große Mosaike. Anderswo wurde mit Inbrunst gesungen und getrommelt. Schade nur, dass recht wenig Publikum erscheinen war…

Berghang gesperrt

Aufgrund von Sanierungsarbeiten muss die Straße Am Berghang zwischen Im Eichenwald und der Elmenhorststraße vom 1. bis 12. September voll gesperrt werden. Auf einer Länge von etwa 1,2 Kilometern lässt der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) eine neue Fahrbahndecke aufbringen.

Eine entsprechende Umleitung über Bergruthe, Cunostraße, Köhlerweg und Elmenhorststraße ist während der Bauzeit ausgeschildert. Auch die Linienbusse der Hagener Straßenbahn AG werden während der Sperrung entsprechend umgeleitet.