Haushaltsumfrage: Wie mobil ist Hagen?

Hagen. (Red./cs) Wie viele Hagener fahren mit dem Auto zur Arbeit? Wer nutzt den ÖPNV? Wer nimmt das Rad und wie viele Personen gehen gar zu Fuß? Und vor allem: Wer schlägt welche Route ein?
Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen und eine Basis für den neuen Nahverkehrsplan zu schaffen, greift die Stadt Hagen zu einer Haushaltsumfrage mit der Leitfrage „Wie mobil ist Hagen?“
6.800 Haushalte willkürlich ausgewählt
Dazu werden 6.800 willkürlich ausgewählte Haushalte bezüglich ihres Mobilitätsverhaltens befragt. Unter anderem wird in Erfahrung gebracht, wie die verschiedenen Personen sich in Hagen von Ort zu Ort bewegen.
Eine Stadt mit Lebens- und Bewegungsqualität zeichne sich nämlich durch optimale Bedingungen für die Nahmobilität aus, weshalb der Rad- und Fußverkehr neben dem ÖPNV einen wichtigen Stellenwert in der Befragung einnimmt – was ist gut, was ist schlecht, wo gibt es konkret Verbesserungsbedarf im Stadtgebiet?
Externes Unternehmen beauftragt
Die Befragung wird durchgeführt vom Büro „StadtVerkehr – Planungsgesellschaft“, einem Stadt- und Verkehrs­planungsbüro aus Hilden.
Aus den Ergebnissen über das Verkehrsverhalten der Befragten sollen „mögliche Optimierungsmaßnahmen im Bereich der Verkehrsplanung“ abgeleitet werden.
Neuer Nahverkehrsplan
Konkret geht es der Stadt Hagen darum, eine Basis für die Erstellung eines neuen Nahverkehrsplans zu schaffen. „So ein Nahverkehrsplan ist regulär fünf Jahre lang gültig“, erklärt Ralf Lellek vom Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung. Jetzt sei es an der Zeit, die Planung für eine neue Version aufzunehmen. Dazu wurden unter anderem bereits Fahrgastbefragungen in den hiesigen Linienbussen durchgeführt, „bis zum Wochenende erhalten dann die 6800 ermittelten Personen die Fragebögen zur Mobilitätsumfrage“, so Lellek.
Der Verteilungsschlüssel bezieht sich dabei auf die Einwohnerzahlen der verschiedenen Stadtbezirke, aus denen anteilig alle Bürger ab sechs Jahren zur Auswahl standen. „Die Befragten haben zwei Stichtage zur Auswahl, um ihr persönliches Wegeprotokoll auszufüllen.“
Bei der Stadt hofft man auf eine hohe Teilnahmebereitschaft, ist jedoch auf einen Rücklauf von 15 Prozent der Fragebögen angewiesen, um eine adäquate Auswertung vornehmen zu können.
Ergebnisse im Sommer
Diplomingenieur Jean-Marc Stuhm, Geschäftsführer der „StadtVerkehr Planungsgesellschaft“, rechnet damit, dass schon im Sommer dieses Jahres erste Ergebnisse der Befragung vorliegen können.
Wie schnell die Ergebnisse bei der Stadt Hagen umgesetzt werden können, hängt ganz vom Umfang der vorliegenden „Baustellen“ ab. Ralf Lellek konkretisiert jedoch, dass die Hagener Busfahrpläne erst im Umstellungszeitraum Juni 2019 von den Ergebnissen der Umfrage profitieren.