HEB so leistungsstark wie nie

Hagen. (san) Blitzeblank stehen die Räumfahrzeuge des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB) in Reih’ und Glied, mehr Salz als im letzten Jahr liegt bereit – an der Fuhrparkstraße ist man auf den Winter vorbereitet. Mit einer Flotte von 35 Winterräumfahrzeugen ist der Fuhrpark des HEB im Vergleich zum vergangenen Winter um weitere vier Wagen erweitert worden.

Vom großen LKW-Streufahrzeug über den Unimog bis hin zu Schneefräse, Walzenstreuer und Schneepflug können alle Wagen ab sofort eingesetzt werden. Neu dabei sind zwei kleine wendige Streufahrzeuge, die auch auf engen Straßen durchkommen.

Eine Flotte von rund 35 Winterräumfahrzeugen steht ab sofort beim HEB bereit, sollte der Winter plötzlich einbrechen. (Foto: Schievelbusch)

Nach Plan

Unterstützt von Mitarbeitern der Wirtschaftsbetriebe und privater Firmen – letztere kommen ganz sicher in Lagen wie Kalthausen und Rüggebein wieder zum Einsatz – werden beim HEB 150 Leute in 36 Streurevieren ihren Dienst tun. „Wir arbeiten nach genauem Plan rund um die Uhr. Unsere Flotte ist so leistungsstark wie nie“, betont HEB-Geschäftsführer Werner König.

„Zuerst kommen nachts die Hauptverkehrsstraßen, die Straßen, die vom Linienverkehr befahren werden, und die Zufahrtsstraßen zu Krankenhäusern und Schulen an die Reihe, dann die Hauptverbindungsstraßen, besondere Gefahrenpunkte sowie Straßen, auf denen Schulbusse fahren. Danach sind dann die nächsten Straßenzüge dran: Nebenstraßen und Wohnstraßen mit erheblichem Gefälle, dann die anderen Straßen der Stadt im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten“, beschreibt Detlef Liedtke, HEB-Bereichsleiter Technische Dienste, den Winterdienstplan.

Kontrollen

Seite an Seite haben Betrieb und Stadt die Arbeitsabläufe optimiert, so der zuständige städtische Beigeordnete Dr. Herbert Bleicher. Allein das Ordnungsamt stellt vier Mitarbeiter für Beschwerden und nötige Verwarnungen ab, so Horst-Dieter Flüshöh vom Amt für Recht, Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Denn genau hier geht es im kommenden Winter etwas genauer zu. Längst nicht jeder Eigentümer weiß, dass nicht nur die Bürgersteige, sondern auch vor dem Grundstück gelegene Bushaltestellen geräumt werden müssen, dass vor den Geschäften in der Innenstadt die Geschäftsleute selbst für den Winterdienst zuständig sind und dass es dem Räumdienst nicht möglich ist, beim Räumen von Anwohnerstraßen das Räumschild jedes Mal anzuheben, um die angrenzenden freigeschaufelten Einfahrten schneefrei zu halten.

Bei eingehenden Beschwerden will das Ordnungsamt noch am selben Tag Kontrollen durchführen und die zuständigen Eigentümer auf ihre Pflichten hinweisen. Gleich am nächsten Tag soll eine zweite Kontrolle erfolgen. Wird immer noch nicht geräumt, wird mit dem Verwarngeld nicht mehr lange gefackelt.

Unvermeidlich

Zwar sind heutzutage ungefähre Wetterprognosen von bis zu sieben Tagen im Voraus möglich, das nützt den Leuten vom HEB aber wenig, da allein eine Unwetterverschiebung im Rahmen von ein paar Stunden die Planung zunichte machen kann, gibt Detlef Liedtke zu bedenken. „Hundertprozentig gerüstet kann man nie sein“.

„Trotz aller Anstrengungen führt der Winter nun mal zu Erschwernissen, die man auch mit den besten Mitteln nicht vermeiden kann. Aber wenn alle gut mitmachen und an einem Strang ziehen, kriegen wir den Winter auch hier gemeinsam in den Griff“, appelliert HEB-Chef Werner König an die Hagener.