Heide Schimke will mit Kalender helfen

Die Hagener Künstlerin Heide Schimke entwarf einen eigenen Kalender, der mit einzigartigen Bildern aufwartet. Die Fotos entstanden in Australien, der Kalender unterstützt ein wohltätiges Projekt. (Foto: ric)

Hagen/Australien. (ric) Queensland im Frühjahr 2011: Starke Niederschläge bescherten den Australiern die schlimmste Überflutungskatastrophe seit 50 Jahren. Menschen wurden vermisst. Viele starben in den Fluten. Unzählige Personen verloren ihr Heim, ihr Eigentum, ihre Existenz. Die Wehringhauserin Heide Schimke hat das Chaos und Elend der Überflutung mit eigenen Augen gesehen. Sie war zu der Zeit in Australien und konnte das betroffene Gebiet überfliegen.

Hunger und Durst

Die Psychotherapeutin und freie Künstlerin macht sich seit 2006 regelmäßig auf den Weg nach Australien, um dort Zeit für ihre künstlerischen Studien zu haben. Aufgrund ihrer Eindrücke beschloss sie, das globale Wasserproblem auch zu ihrem ganz persönlichen Thema zu machen: Als langjähriges Mitglied der „Soroptimists“, einer internationalen Serviceorganisation berufstätiger Frauen, unterstützt Schimke nun mit einem eigenen Kalender das Projekt „Soroptimists go for water and food“ (deutsch: „Soroptimisten tun etwas für Wasser und Essen“).

„Die Soroptimisten setzen sich in einem weltweiten Netzwerk für Menschenrechte, internationale Verständigung und die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen ein“, erklärt die Wehringhauserin. Das Projekt selbst beschäftigt sich mit zwei extremen Problemen: Einerseits gibt es unzählige Menschen, auch Kinder, die immer fettleibiger werden und so mit massiven gesundheitlichen Problemen in der Zukunft rechnen müssen. Ihnen entgegen stehen gut eine Milliarde Menschen, die hungern müssen, kaum Zugang zu ausreichender Nahrung und Wasser haben. Die Vereinigung möchte sich dafür einsetzen, dass die Nahrungs- und Wasserversorgung in Entwicklungsländern besser wird. „Wasser ist der zentrale Punkt schlechthin im Leben der Menschen“, stellt Heide Schimke fest. „Wasser ist lebensnotwendig. Wasser kann aber auch, wie in Queensland, Leben zerstören.“

Finanzielle Hilfe, guter Zweck

Schimkes Kalender soll dieses Projekt nun nachhaltig unterstützen. Es handelt sich dabei um einen Geburtstagskalender, der jeden Monat mit einzigartigen, stimmungsvollen Bildern aufwartet. Obwohl es sich um Fotos handelt, erkennt der Betrachter auf Anhieb kaum, ob es sich um Malerei oder Fotografie handelt. Dieser Effekt ist durchaus beabsichtigt: Der Kalender soll auffallen, Interesse und mit seinen warmen, gemütlichen Farben Gefühle wecken. „Sämtliche Bilder sind in Australien entstanden. Es handelt sich um Detailfotos, die Oberflächen und Strukturen zum Thema haben“, so die Künstlerin. „Man erkennt immer wieder neue Elemente in den Bildern. Das soll ja auch so sein – schließlich begleitet der Geburtstagskalender den Besitzer nicht nur ein Jahr, sondern soll ihn lange erfreuen.“ Die Hagenerin hofft jetzt, dass der Kalender viele Menschen begeistern wird.

Den Kalender gibt es für 15 Euro hier:

  • Sparkassen-Karree, Sparkassenkarree 1
  • Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Museumsplatz 1
  • Hörakustik Faust, Kampstraße 15
  • Kersting-Buchhandlung, Cunostraße 50