Heim-Auftakt für Phoenix Hagen nach starker Premiere in Köln

Besser hätte das Liga-Comeback für das Team von Rückkehrer Jonas Grof (m.) gegen die Rheinstars Köln kaum laufen können. Am Samstag müssen sie gegen Karlsruhe ran. (Foto: Jörg Laube)

Besser hätte das Liga-Comeback für das Team von Rückkehrer Jonas Grof (m.) gegen die Rheinstars Köln kaum laufen können. Am Samstag müssen sie gegen Karlsruhe ran. (Foto: Jörg Laube)

Hagen. (Red.) Was hat das Hagener Basketballherz geblutet, als es im November 2016 hieß: Es ist „aus und vorbei“ bei Phoenix Hagen. Etwa zehn Monate später präsentierten die Feuervögel sich nun zum Saisonauftakt in der 2. Bundesliga ProA mehr als respektabel und „entlockten“ den so hoch gehandelten Rheinstars aus Köln am ersten Spieltag einen 83:69-(39:33)Sieg.
Am Samstag, 30. September, um 19 Uhr, begrüßen die Feuervögel dann die PS Lions Karlsruhe zum ersten Heimspiel in der Arena am Ischeland seit fast einem Jahr.
Der Spielverlauf gegen die Kölner Rheinstars gefiel den mitgereisten Phoenix-Fans: Die Feuervögel erwischten einen guten Start und gingen durch Grof und Brooks mit 4:0 in Führung. Auch in der Folge kamen sie zu leichten Punkten und konnten den Vorsprung nach knapp fünf Minuten auf 14:7 ausbauen. Alleine acht Punkte davon gingen auf das Konto von Kapitän Spohr, der nach zwei frühen Fouls aber eine Pause bekam.
Erst in der Schlussminute holte Kölns Jesse Morgan die erste Führung für sein Team zum 17:16. Per Dreier konnte Reid diese aber im Gegenzug sofort zurückerobern. Auch im zweiten Viertel behielt Phoenix die Nase vorn. Die Sirene war schon ertönt, als Aminu noch an die Freiwurflinie durfte und zum 39:33-Pausenstand einnetzte.
Sieg sicher eingetütet
Eine deftige Halbzeitansprache in der Gästekabine war alles andere als notwendig. Doch was immer in den 15 Minuten geschah – es funktionierte. Die Feuervögel spielten wie entfesselt auf und erhöhten den Vorsprung beim zwischenzeitlichen 59:39 auf 20 Punkte.
Die Rheinstars gaben sich aber nicht auf und kamen zumindest auf 63:49 zurück, bevor es ins Schlussviertel ging. Da ließ Phoenix dann nichts mehr anbrennen und machte den Endstand von 83:69 perfekt. Die Hagener Auswärtsfans sorgten nach dem Spiel gemeinsam mit dem Team für den stimmungsvollen Höhepunkt und feierten mit „Matthias Grothe“-Rufen für den erkrankten Hagener Headcoach gleich mit.
Dass Phoenix Hagen ein solch krachendes Comeback hinlegen würde, war aufgrund der durchwachsenen Vorbereitung und der Erkrankung von Cheftrainer Matthias Grothe nicht selbstverständlich.
Den ganzen Sommer über haben Co-Trainer Kai Schulze und Assistent Alex Nolte die Mannschaft allein betreut und ihr Bestes gegeben, um die Feuervögel trotz widriger Umstände möglichst optimal auf die neue Saison vorzubereiten. Und das ist ihnen, am Spiel gegen die Rheinstars gemessen, gelungen.
Nur vier Tage vor dem Saison­auftakt in Köln entschieden sich die Verantwortlichen von Phoenix Hagen dann dazu mit Dietmar Günther einen vorläufigen Ersatz für Chefcoach Grothe einzustellen, um die Mannschaft weiterhin auf Kurs zu halten und Schulze und Nolte den nötigen Freiraum für die Jugendarbeit des Vereins zu ermöglichen.
Am Samstag geht es nun gegen den Aufsteiger PS Karlsruhe Lions. Das Team von Micha­el Mai verlor das erste Spiel in Heidelberg mit 76:92. Die Löwen konnten nie wirklich mithalten und liefen immer einem Rückstand hinterher.