Hektische Tage trotz Feiertag

Hagen. (ME) Die Woche verzeichnete mit Christi Himmelfahrt zwar einen Feiertag und damit verbunden die Möglichkeit, einen Kurz-Urlaub anzutreten. Gleichwohl war die erste Wochenhälfte alles andere als ruhig. Im Gegenteil – es war ziemlich viel los.

Einige Beispiele:

Insgesamt neunmal versuchten Betrüger am Montag, 11. Mai 2015, ältere Mitmenschen mit einem Enkeltrick auszutricksen. Das meldet die Polizei Hagen. Die üblen Betrugsversuche erstreckten sich über das gesamte Stadtgebiet von Haspe bis Hohenlimburg. Um die Mittagszeit bis in den Nachmittag hinein meldete sich mal eine Frau, mal ein Mann telefonisch bei den Geschädigten. Hierbei erweckten sie den Eindruck, es handele sich um Enkel der Angerufenen. Die angeblichen Enkel erzählten dann immer die gleiche Lügengeschichte. Man benötige dringend ganz schnell Geld, da sie die Möglichkeit hätten, günstig eine Wohnung zu kaufen. Glücklicherweise schöpften alle Senioren Verdacht, so dass die Betrüger keinen Erfolg hatten.

70 Jahre – 70 Bilder

Anlässlich des 70. Jahrestages der endgültigen Kapitulation Deutschlands im Zweiten Weltkrieg fand in der Boeler Fritz-Steinhoff-Gesamtschule die Eröffnung der Ausstellung „70 Jahre – 70 Bilder“ statt. Alle sieben Klassen des zehnten Jahrganges hatten vorab die Aufgabe bekommen, zehn bewegende Ereignisse aus jeweils einem Jahrzehnt zu plakatieren. Die Plakate werden noch bis zum 40. Schuljubiläum am 3. Juni gezeigt.

Köther berufen

Die Aufsichtsräte der Enervie (Südwestfalen Energie und Wasser AG) und der Mark-E AG am Montag in ihren Sitzungen Christoph Köther (56) zum Kaufmännischen Vorstand sowie zum Vorstandssprecher bestellt. Beide Bestellungen sind erst einmal bis zum 31. Dezember 2015 befristet.

Kita-Streik

Streik in den Kitas. „Richtig gut – aufwerten jetzt“ oder „Wir sind es wert“ stand auf den Plakaten. Die schriftlichen Forderungen wurden mit lauten Trillerpfeifen und Gesang getragen. Auch die städtischen Kindertagesstätten in Hagen befanden sich in dieser Woche im Streik: „So lange es nötig ist“, bekundeten die Demonstranten, die am Dienstag, 12. Mai, einen Unterschriftenkorb an Oberbürgermeister Erik O. Schulz übergaben. Auch in den nächsten Tagen muss man mit einer Fortsetzung des Streiks rechnen.

Grüne fordern Einwanderungsgesetz

Die steigenden Flüchtlingszahlen stellen auch den Ennepe-Ruhr-Kreis vor enorme Herausforderungen. „Wir müssen den Spagat zwischen Betreuung und Bildung dieser Menschen auf der einen Seite und der schwierigen Haushaltslage der Städte auf der anderen Seite schaffen“, so Olaf Schade, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und rot-grüner Landratskandidat für die Wahl im September. „Deshalb freuen wir uns über die Initiativen des Landes. Die Verabschiedung des Nachtragshaushaltes, in dem 180 Millionen Euro für die Flüchtlingsarbeit zur Verfügung gestellt werden, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings ist der Bund weiter in der Pflicht, sich an der Bewältigung der Zuwanderung zu beteiligen. Er muss sich endlich strukturell an der Finanzierung der Kosten beteiligen.“

Die Grünen wehren sich gegen Kritik an der Aufnahme von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern. „Die meisten dieser Menschen sind vor Krieg, Verfolgung und Hunger geflohen. Sie brauchen unsere Hilfe. Wir sind froh über die vielfältige ehrenamtliche Unterstützung, die breite Teile der Bevölkerung bieten. Wir wehren uns deutlich gegen Bestrebungen, Einzelfallprüfungen abzuschaffen, wie es zuletzt von Oberbürgermeistern und Landräten gefordert wurde. Es muss selbstverständlich bleiben, die Abschiebung beispielsweise von Alleinerziehenden, Kranken oder Pflegebedürftigen zu überprüfen“, erklärt Karen Haltaufderheide, stvellvertretende Vorsitzende der Kreistagsfraktion der Grünen. „Und wir brauchen in Deutschland endlich ein Einwanderungsgesetz. Unser heutiges Ausländerrecht widerspricht der gelebten Willkommenskultur.“