Herdecke begrüßt Gast aus dem Norden

Herdecke. (hc) Ein richtiges Nordlicht gibt derzeit seine Visitenkarte im Herdecker Fußballstadion ab. Der FC St. Pauli absolviert ein kurzes Trainingslager, dass mit der Teilnahme am 3. Sparkassen-Cup an diesem Wochenende, 27. und 28. August 2016, endet. Dabei handelt es sich aber nicht um die Elf von Ewald Lienen, sondern die Mini-Version von Lasse Sobiech, Marvin Ducksch oder Phillip Heerwagen.

Kurioser Zufall

Dass die U11-Mannschaft der Hanseaten in Herdecke gelandet ist, war eigentlich ein ziemlicher Zufall. Bei der „Europameisterschaft“ in Frankfurt, an dem die Herdecker Mannschaft im Frühjahr teilnahm, lief man im Hotel auch den Verantwortlichen des FC St. Pauli über den Weg. Gut erkennbar mit FC Herdecke-Ende-Shirts ausgestattet wurden sie von den Hamburgern angesprochen.

Im Gespräch wurde klar, dass man sich in Herdecke zum Turnier sehen würde.

Im Vorfeld, erzählten die Hamburger, dass sie ein Trainingslager in Osnabrück absolvieren würden. „Das hättet ihr auch bei uns machen können“, bot Andrea Klöppfel, Organisatorin des Sparkassen-Cups damals an. Was zu dem Zeitpunkt etwas flasppsig dahergesagt wurde, wurde nur wenige Wochen später Realität. Da das bereits gebuchte Quartier in der niedersächsischen Metropole nicht mehr verfügbar war, wurde kurzerhand auf das Hwerdecker-angebot zurückgegriffen. Aus dem Österreich-Urlaub klärt Klöppfel die Details.

Test gegen Hausherren

Seit Mittwoch weilen die „Kiez-Kicker“ nun in Herdecke. Mit einem Trainingsspiel gegen den Gastgeber wurde der erste Tag ausklingen gelassen. Das deutliche Ergebnis von 6:0 spiegelte aber nicht den Spielverlauf wieder. „Gerade in den ersten beiden Vierteln waren unsere Kinder sehr gut dabei. Sie hatten sich einige Chancen erarbeitet, aber das nötige Quäntchen Glück fehlte“, berichtet Klöppfel vom Auftritt der Herdecker.

Am Donnerstag stand noch ein Spiel gegen Westfalia Rhynern auf dem Programm ehe die Konzentration voll dem Sparkassen-Cup gewidmet wird.

Doch nicht nur sportliche Höchstleistung, sondern auch das Miteinander wurde nicht vergessen. Sowohl beim Freundschaftsspiel als auch darüber hinaus erwiesen sich die Herdecker als sehr gute Gastgber. Die Gespräche und Aktionen wurden auch außerhalb des Rasenvierecks weitergeführt, sehr zur Freude der Trainer und Eltern.