Herdecke würdigt Jubiläum

Herdecke. (DO/ME) Am 26. Mai 1739 verlieh der preußische König Friedrich Wilhelm I. – der „Soldatenkönig“ – dem ländlich und bäuerlich geprägten, aber durch den Kornmarkt wichtigen Ort Herdecke die Stadtrechte. Erst sieben Jahre später bekam auch Hagen diese Rechte zugesprochen.

Anlässlich dieses 275-jährigen Jubiläums will der Herdecker Heimat- und Verkehrsverein ein Buch heraus geben. „Wir möchten die Entwicklung der Stadt Herdecke – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – beispielhaft anhand der wesentlichen geschichtlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozesse darstellen“, beschreibt Christian Münch, Vorsitzender des Vereins. Ziel der Veröffentlichung ist allerdings nicht eine chronologische Stadtgeschichte, sondern eher eine Sammlung von (Stadt-)Geschichten aus allen Lebensbereichen der Ruhrstadt.

Langjährige Bürgerinnen und Bürger, aber auch gebürtige Herdecker sollen anhand ausgewählter Beispiele mehr über ihre Stadt erfahren, Zugezogenen möchte das Werk einen ersten Überblick über ihre neue Heimat vermitteln. „Ohne einen wissenschaftlichen Anspruch zu vernachlässigen, steht die unterhaltsame Darstellung im Vordergrund“, verdeutlicht Münch.

Den Einstieg bildet ein überblickartiger Abriss zur Stadtgeschichte. Ergänzt wird dieser durch die Beschreibung der historischen Entwicklung des Stadtkerns. Dabei kommt weder die Altstadtsanierung noch die aktuelle Veränderung oder die Industriegeschichte zu kurz. Bekannte Herdecker Persönlichkeiten und Unternehmen bilden einen weiteren Aspekt der Stadtdarstellung. Kultur, Sport und natürlich bürgerschaftliches Engagement werden ebenfalls präsentiert.

Fast 300 Seiten

Petra Holtmann vom Hagener Ardenkuverlag, in dem das Jubiläumsbuch erscheinen wird, war von Anfang an sehr interessiert an dem Projekt. „Das Konzept des Buches ist jetzt rund“, so Petra Holtmann, die nach derzeitigem Stand mindestens 270 Seiten plant. Der Erscheinungstermin des Buches, das den Arbeitstitel „Herdecker Geschichte(n) – 275 Jahre Stadtgeschichte“ trägt, soll im letzten Quartal dieses (Jubiläums-)Jahres liegen.