Herdecker Altstadt wird aufgewertet

Herdecke. (Red.) Das Ziel ist klar: Die Aufenthaltsqualität für Fußgänger soll erhöht und damit eine bessere Verbindung zwischen neuem Stadtquartier und der Altstadt geschaffen werden. Hierzu werden momentan die untere Hauptstraße, der Kampstraßenplatz sowie die angrenzende Wetter- und Stiftsstraße umgestaltet. „Die Wünsche nach einkaufsnahen Parkmöglichkeiten und Verweilmöglichkeiten sind in den Planungen ebenso berücksichtigt wie eine barrierefreie Gestaltung der Bereiche“, erläutert Andreas Schliepkorte, Technischer Leiter/TBH.

Die Arbeiten begannen im Juni und werden in fünf Bauabschnitte unterteilt. Gestartet wurde mit der Umgestaltung der unteren Hauptstraße zwischen Mühlen- und Wetterstraße. Der Gehweg wird hier auf beiden Seiten der Hauptstraße verbreitert und erhält großformatige Pflastersteine. Eine deutliche Tempobeschränkung soll in diesem Bereich künftig für Sicherheit sorgen.

Sandsteinpflaster

Um den historischen Charakter der Fachwerkhäuser zu betonen, soll vor den Fassaden eine Bänderung aus Sandstein entstehen. Außerdem werden an verschiedenen Stellen öffentliche Stellplätze in anthrazitfarbigem Betonpflaster hergestellt und natürlich auch Baumpflanzungen integriert. Der gesamte Straßenzug erhält eine neue beidseitige Straßenbeleuchtung aus Stelen mit LED-Beleuchtung, die auch schon auf der neuen Ruhrpromenade zu einem modernen Erscheinungsbild beitragen.

„Das Bummeln in dem Bereich soll Spaß machen“, betont Frank Zagler, Erster Beigeordneter der Stadt Herdecke. „Die Einzelhändler und Gastronomen können nach außen wachsen und sich ihren Kunden präsentieren.“ Der Aufwertung des Kampstraßenplatzes kommt dabei als Verbindungsstück zwischen Kamp- und Hauptstraße sowie Fußgängerzone eine besondere Rolle zu.

Verbindung

Damit wären wir auch schon beim dritten Bauabschnitt. Der bisher als Parkfläche genutzte Kampstraßenplatz wird zu einem Platz mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Gastronomie kann sich dann großzügig ausweiten. Der bauliche Rahmen wird durch die Häuserfront auf der Westseite, einer geplanten Freitreppe aus Ruhrsandsteinen auf der Ostseite, also in Richtung Hauptstraße, dem Zufahrtsbereich zur verbleibenden Kampstraße auf der Südseite und einer Stützwand aus Ruhrsandsteinstelen zur Abfangung des Höhenunterschiedes zur Wetterstraße auf der Nordseite gebildet.

Der Kampstraßenplatz erhält eine Begrünung durch das Pflanzen von Bäumen. „Zudem wird die Platzfläche durch Bänderungen aus Sandsteinplatten aufgelockert“, erläutert Andreas Schliepkorte. Diese weisen zugleich optisch in Richtung der Fußgängerzone. LED-Stelen sorgen für eine passende Beleuchtung des Platzes.

Bis Oktober 2015

In der Platzfläche am südlichen und nördlichen Rand versenkt, sollen zwei unterirdische Stromanschlusskästen die Möglichkeit bieten, Marktstände oder Freilichtbühnen zu versorgen. Die Platzmitte bietet also genug Raum für Sonderveranstaltungen. Die Freitreppe in Richtung Hauptstraße erhält ebenso wie die Edelstahlgeländer der Treppe zur Wetterstraße, beide aus Ruhrsandstein, ein Lichtband aus LED-Dioden. Die geplante Freifläche oberhalb der Stützwand im nördlichen Platzbereich wird die Möglichkeit zur Aufstellung von Fahrradabstellbügeln aus Edelstahl bieten und gegebenenfalls sogar eine Ladestation für E-Bikes erhalten.

Im vierten Bauabschnitt wird dann die Wetterstraße von der Einmündung Post- bis zur Einmündung Stiftsstraße auf einer Länge von circa 150 Metern umgestaltet. Der fünfte und letzte Bauabschnitt soll zusätzlichen Parkraum in der Stiftsstraße schaffen. Zu diesem Zweck wird die Fahrbahnbreite auf 6,50 Meter reduziert und der westliche Gehwegrand (auf der Seite des Philipp-Nicolai-Hauses) neu errichtet.

„Wir rechnen mit einer Fertigstellung aller Maßnahmen Ende Oktober 2015“, gibt Andreas Schliepkorte einen Einblick in den Zeitplan, macht aber auch deutlich, dass „die tatsächliche Länge der jeweiligen Bauzeiten dabei auch stark wetterabhängig – Stichwort Frostperiode – sind“. Denn auch Tiefbauarbeiten an den Versorgungsleitungen werden in dem Zuge mit erledigt.

Pläne und Grafiken zu den Umgestaltungen stehen auf der städtischen Homepage zum Ansehen oder Herunterladen zur Verfügung.