Herdecker Westfaliagelände, Teil 3

Um diese alte Industriebrache geht es bei der Veranstaltung am 3. Juli. Das große Gebäude rechts im Foto stammt aus den 1920er Jahren und gehört zu den schönsten Gewerbebauten des mittleren Ruhrtals. Es wäre wert, erhalten zu werden. In anderen Städten werden aus solchen Bauten begehrte Wohngebäude. (Foto: Stadt Herdecke)
Um diese alte Industriebrache geht es bei der Veranstaltung am 3. Juli. Das große Gebäude rechts im Foto stammt aus den 1920er Jahren und gehört zu den schönsten Gewerbebauten des mittleren Ruhrtals. Es wäre wert, erhalten zu werden. In anderen Städten werden aus solchen Bauten begehrte Wohngebäude. (Foto: Stadt Herdecke)

Herdecke. (Red./ME) Die Planungen für den dritten Teil des ehemaligen Westfaliageländes stehen in der neuen Woche erneut auf der Tagesordnung. Bereits im März hatte die Stadt zu einer Bürgerinformation geladen. Knapp 300 Besucher kamen in die Aula der Friedrich-Harkort-Schule und wurden durch Bauamtsleiter Daniel Matißik über die Pläne informiert und diskutierten fast zwei Stunden darüber. Anregungen, Lob und Kritik wurden aufgenommen. Auch ein eventueller Investor für einen Großteil der rund 40.000 Quadratmeter großen Fläche stellte sich vor.

Wohnen am Fluss

In einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Bauen und Planen sowie Umwelt, Klima und Verkehr ging es dann Anfang Mai um die Fortsetzung des Bebauungsplanverfahrens. Im hinteren Bereich der Industriebrache, dem Teil III, dort wo jetzt noch alte Hallen und Fabrikgebäude stehen, soll das „Wohnen am Fluss“ verwirklicht werden. Die Planungen sehen neben Mehrfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäuser auch freistehende Einfamilienhäuser vor. „Damit möchten wir einen interessanten Mix aus verschiedenen Wohnformen anbieten“, erläutert Daniel Matißik. Die Bebauungsstruktur öffnet sich zur Ruhr hin und sieht mit rund 200 Wohneinheiten eine wesentlich geringere Dichte vor, als ursprünglich geplant.

Mitten auf dem Gelände steht bislang eines der schönsten Fabrikbauwerke des mittleren Ruhrtals. Es wäre wert, erhalten zu werden. Der Architekt der 1920er-Jahre-Immobilie war der Hagener Baumeister Büchsenschütz, der diesen soliden Backsteinbau im Auftrag des Textilunternehmens Habig plante. In anderen Städten werden aus solchen Bauten begehrte Wohngebäude. So etwas sollte doch auch in Herdecke möglich sein…

Alternativen

Während der Ausschusssitzung wurde im Übrigen deutlich, dass für den mittleren Teil des Plangebietes tatsächlich noch Nachbesserungsbedarf besteht. Hier forderte die Politik die Verwaltung auf, Gespräche mit dem Grundstückseigentümer, der GEA-Group, zu führen, um nach alternativen Lösungen zu suchen. „Das haben wir getan“, berichtet Daniel Matißik.

Entstanden sind mehrere Varianten, die nun vorgestellt werden. Am Mittwoch, 3. Juli 2013, findet um 20 Uhr die sogenannte Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach Baugesetzbuch in der Aula der Friedrich-Harkort-Schule, Hengsteyseestraße 40, statt. Dort werden die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung dargelegt. Die anwesenden Bürger werden ebenfalls erneut zu Wort kommen. Für Interessierte findet vor der Veranstaltung eine Umgehung des Plangebietes statt. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr an der Einmündung Seeweg/Ruhrtalradweg (neben dem Vereinsgelände des Segelvereins, nahe dem Viadukt, Seeweg 7).

„Wir laden alle Herdecker Bürger herzlich ein, aktiv an den Planungen mitzuwirken“, hofft Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster auf eine große Beteiligung.