Herdeckerin gewinnt den goldenen Adam

Hagen. (lz/AnS) Ein Hauch von Hollywood lag in der Luft, als
sich am vergangenen Freitagabend, 28. Oktober, zahlreiche Künstler der deutschen
als auch internationalen Schauspielbranche die Ehre gaben und den roten Teppich
beim Eat-my-shorts-Festival entlang schritten.
Bereits zum vierten Mal lud das Veranstaltungsteam um Gründer Bernhard
Steinkühler zum starbesetzten Kurzfilmfestival ins Cinestar Hagen. Lottofee Nina
Azizi leitete, wenn auch in diesem Jahr hochschwanger, frisch und frech durch
den 6,5- stündigen Filmemarathon. Gezeigt wurden sechs Kurzfilme, die entweder
durch ihre Komik oder ihre Tragik gleichermaßen berührten und überzeugten.
Hochkarätige Jury
Neben der Jury, unter denen Schauspieler wie Uwe Fellensiek (Manta, Manta),
Peter Zingler (Tatort), Vincent Krüger (Gute Zeiten, schlechte Zeiten), Gedeon
Burkhard (Komissar Rex), Uwe Rohde (Buddebrooks), Tom Barcal (Alles was zählt)
und der aus Hagen stammende Regisseur Hansjörg Thurn („Die Wanderhure“)
vertreten waren, durfte auch das Publikum selbst per Zettel abstimmen.
Auf Platz drei schaffte es der Film „Butter Broiche“ von Christopher
Kaufmann. Er gewann 500 Euro. Auf Platz zwei setzte sich ein Hagener Film von
Johannes Kleist und Florian Pawliczek durch. Ehrlich, nah und direkt – das
brachte den Jungregisseuren ein Preisgeld von 1.000 Euro ein.
Goldener Adam für „Samira“
Gewinnerin des goldenen „Adam“ wurde Charlotte Rolfes mit ihrem Drama
„Samira“. Die junge Filmstudentin, gebürtig aus Herdecke, gewann an diesem Abend
außerdem den Publikumspreis und zeigte sich sichtlich gerührt, dass ihr Film
über die Flüchtlingssituation einer Mutter, die ihr Kind freiwillig hergibt, um
diesem ein besseres Leben bieten zu können, das Publikum derartig bewegte.
Ehrendarstellerpreis
Neben den Jungregisseuren erhielt auch eine anwesende Schauspielerin
überraschend einen Preis und wurde zur bes­ten Ehrendarstellerin gekürt.
Sunnyi Melles, bekannt aus „Adlon“ oder „Derrick“ bekam ihre Trophäe, die vom
Unternehmerverein Hagen gesponsert wurde, durch ihren alten Freund und
Schauspielkollegen Claude-Oliver Rudolph überreicht.
Ein künstlerischer Preis wurde an diesem Abend ebenfalls an die Siegerin
Charlotte Rolfes übergeben. Ivana Hammerle-Szmyt überreichte ein selbst
angefertigtes Gemälde an die stolze Siegerin.
Auch Oberbürgermeister Erik O. Schulz fand treffende Worte für den überaus
fulminanten und emotionalen Abend. In seiner Begrüßung betonte er, dass „das
Eat-my-shorts-Festival zu einem festem Ankerpunkt im Kulturkalender der Stadt
Hagen geworden ist“.
Heimischer Preis
Der Preis „der goldene „Adam“, der an diesem Abend verliehen wurde, ist ein
heimisches Produkt. Entworfen wurde er von Ingo Adam von der Goldschmiede Adam,
die den Preis auch schon in den letzten Jahren spendete.
Dieses Jahr allerdings trägt der Preis erstmals einen Namen und wurde extra
für diesen Anlass gefertigt. „Von Festivalleiter Bernhard Steinkühler stammt
diese Idee“, weiß Ingo Adam, der – wie sein Bruder Burkhard – die Veranstaltung
überaus schätzt.
Unikat aus Stahl
„Meine Zeichnung, eine dynamische Figur mit Filmstreifen und einem Apfel in
der Hand des hochgestreckten Arms, wurde von einem Schmied letztendlich „eisern“
umgesetzt. „Für diesen Werkstoff fehlt uns dann doch das entsprechende
Werkzeug.“ Entstanden ist ein Unikat aus brüniertem Stahl mit einem Sockel aus
schwarzem Marmor, das der diesjährigen Gewinnerin sicherlich Freude machen
wird.
Im nächsten Jahr wird dann eine neue Adam-Trophäe einen der Sieger küren.