Heta Kordt: Mit bunten Blumen beglücken

Hagen. (ce) „Ich will,“ hat Heta Kordt stets betont, „mit meiner Kunst Freude bereiten.“ Seit über zwei Jahrzehnten zählt sie zu den bekanntesten Hagener Malerinnen. Nun wird sie vielleicht zum letzten Mal in der Volmestadt ausstellen – aus Altersgründen.

Anlässlich ihres 77. Geburtstags „gönnt“ sich Heta Kordt abermals eine umfassende Bilderschau im Altenhagener Wirtschaftsprüferhaus. Ihre großen, überaus beliebten Blumenbilder dürfen natürlich nicht fehlen. (Foto: M. Eckhoff)

Die 1941 geborene Künstlerin konnte im Verlauf der letzten rund zwei Jahrzehnte mit zahlreichen spannenden Ausstellungen im Raum Hagen aufwarten – im Wasserschloss Werdringen ebenso wie beispielsweise im Alten Hasper Stadtbad, in der Fernuniversität oder im einstigen Tor2.

Ab Freitag, 8. Juni, zeigt sie einen kleinen Querschnitt durch ihr Schaffen im Altenhagener Wirtschaftsprüferhaus Fricke an der Pettenkoferstraße. Rund 60 Werke werden präsentiert – mit Bildern seit 1999. Eine „kleine Einführung“ in ihre Kunst nimmt Wochenkurier-Chefredakteur und Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff um 19 Uhr vor.

Ihre ersten Kunst-Schritte wagte sie einst in der Malschule des legendären Helwig Pütter. Später war sie Schülerin von Prof. Bernhard Matthes (Hasper Hammer) und sogar von Professor Qi Yang.

Im Rahmen eines Austauschprogramms kam Qi Yang 1987 nach Deutschland. Er beschloss, nicht mehr nach China zurückzukehren und sich in Köln und Heidelberg zu betätigen. 1997 startete Qi Yang eine Karriere als Dozent an einem Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie. Hier vermittelte er seine umfangreichen Kenntnisse in der „Freien Malerei” und in der an Emil Schumacher erinnernden „Informellen Malerei“. Yangs Einfluss ist bis heute in einem Teil von Heta Kordts Bildern erkennbar – vor allem immer dort, wo sie sich sehr experimentell an abstrakte Kunst gewagt hat.

Wie immer strahlen Heta Kordts farbenfrohe Bilder viel Optimismus und Lebensfreude aus. Sie sind gefühlsbetont gemalt, zeigen eine treffsichere Behandlung des Lichts und ziehen garantiert viele Besucher in ihren Bann.

Die für sie überaus typischen Blumenbilder sind liebliche Darstellungen mit mal sanften, mal „saftigen“ Farben und hin und wieder leichten Anklängen an den Impressionismus.

Das Wirtschaftsprüferhaus ist immer montags bis freitags zwischen 8 und 17 Uhr geöffnet. Heta Kordts Werke sind bis zum 14. September ausgestellt.