Heta Kordt

Hagen. (ME) „Ich will,“ sagt Heta Kordt, „mit meiner Kunst Freude bereiten.“ Seit über zwei Jahrzehnten zählt sie zu den bekanntesten Hagener Malerinnen.
Die 1941 geborene Künstlerin konnte im Verlauf der letzten zwanzig Jahre mit zahlreichen spannenden Ausstellungen im Raum Hagen aufwarten – im Wasserschloss Werdringen ebenso wie beispielsweise im Alten Hasper Stadtbad, in der Fernuniversität oder im einstigen Tor2. Ab Sonntag, 5. Juni, zeigt sie einen kleinen Querschnitt durch ihr Schaffen ein weiteres Mal in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche, Eppenhauser Straße 152.

Geburtstagsgeschenk

„Gut möglich“, erzählt die 75-Jährige, „dass dies meine letzte größere Ausstellung sein wird.“ Schließlich sei sich nicht mehr die Jüngste, schmunzelt sie. Diese erneute Schau in Eppenhausen – ihre dritte – habe sie sich hauptsächlich aus Anlass ihres besonderen Geburtstags „gegönnt“.
Ihre ersten Kunst-Schritte wagte sie einst in der Malschule des legendären Helwig Pütter. Später war sie Schülerin von Prof. Bernhard Matthes (Hasper Hammer) und sogar von Professor Qi Yang. Im Rahmen eines Austauschprogramms kam Qi Yang 1987 nach Deutschland. Er beschloss, nicht mehr nach China zurückzukehren und sich in Köln und Heidelberg zu betätigen. 1997 startete Qi Yang eine Karriere als Dozent an einem Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie. Hier vermittelte er seine umfangreichen Kenntnisse in der „Freien Malerei” und in der an Emil Schumacher erinnernden „Informellen Malerei“. Yangs Einfluss ist bis heute in einem Teil von Heta Kordts Bildern erkennbar – vor allem immer dort, wo sie sich sehr experimentell an abstrakte Kunst gewagt hat.

Erneut mit religiösem Inhalt

In Eppenhausen sind aber weniger diese Experimente zu sehen und stattdessen eher jene Werke, die sich allergößter Beliebtheit erfreuen: Ihre Blumenbilder und ihre Familienbilder. Ein weiterer Aspekt: Werke mit stark religiösen Bezügen. Engel sind erkennbar, biblische Geschichten werden veranschaulicht.
Und wie immer strahlen Heta Kordts farbenfrohe Bilder viel Optimismus und Lebensfreude aus. Sie sind gefühlsbetont gemalt, zeigen eine treffsichere Behandlung des Lichts und ziehen garantiert viele Kirchen-Besucher in ihren Bann.
Die für sie überaus typischen Blumenbilder sind liebliche Darstellungen mit sanften Farben, Pastelltönen und hin und wieder leichten Anklängen an den Impressionismus.

„Auf der Welle des Lebens“

Unter der Überschrift „Auf der Welle des Lebens“ ist Heta Kordts Rückschau ab Sonntag in Eppenhausen ausgestellt (bis September).
Den um 10.30 Uhr beginnenden  Eröffnungsgottesdienst hält Darothee Kaltenpoth. Der „Redbrick Gospelchor“ – dessen Mitglied Heta Kordt ist – übernimmt die musikalische Umrahmung. Die Kirche ist täglich geöffnet.