Hier gibt’s Orientierung: Hagener Berufsschultag zeigt Wege in den Beruf

Haben den 23. Hagener Berufsschultag bestens mit vorbereitet: die Schulleitungen der fünf Berufskollegs (v.l.) Thomas Vogl (Kaufmannsschule II)

Haben den 23. Hagener Berufsschultag bestens mit vorbereitet: die Schulleitungen der fünf Berufskollegs (v.l.) Thomas Vogl (Kaufmannsschule II), Bettina Hund (Käthe-Kollwitz-Berufskolleg), Carolina Hönninger (Kaufmannsschule I), Kora Harmuth-Podleschny (C

Hagen. (san) Banklehre oder doch lieber etwas Handwerkliches? Was macht eigentlich eine Tourismuskauffrau? Für den Beruf des Erziehers ist heute teilweise das Abitur vonnöten? Keine Fragen offen lässt der anstehende 23. Berufsschultag, wo vom Assistenten für Ernährung über die IT-Systemelektronikerin bis hin zum Zerspanungsmechaniker über 100 Ausbildungsberufe vorgestellt werden.
Um die 2.000 Schüler der 8. bis 10. Klassen haben sich für Donnerstag, 12. Oktober, 8 bis 14 Uhr, bereits über ihre Schulen angemeldet. 3.000 werden es erfährungsgemäß wieder. In diesem Jahr findet der Berufsschultag an der Kaufmannsschule II an der Letmather Straße 21-23 (Elsey) statt.
Ausgezeichnet
Seit 1995 veranstalten die fünf Hagener Berufskollegs Cuno I und II, Käthe Kollwitz sowie die Kaufmannsschulen I und II mit ihren insgesamt rund 10.000 Schülern jeweils im Herbst den Hagener Berufsschultag. Und weil diese gute Vernetzung und Kooperation trotz der Größe und Eigenständigkeit der fünf Einrichtungen überhaupt nicht selbstverständlich ist, gab es im letzten Jahr gar eine Auszeichnung mit dem „Talent Award Ruhr“. Das Engagement der hiesigen Berufskollegs ist somit auch ein Aushängeschild für die Volmestadt, das Oberbürgermeister Erik O. Schulz als Schirmherr der Veranstaltung sicherlich zu würdigen weiß.
So stehen am kommenden Donnerstag etwa 120 Vertreter von Ausbildungsbetrieben, Verbänden, Kammern, Polizei und Bundeswehr sowie der Agentur für Arbeit, aber allen voran Lehrkräfte und Berufsschüler bereit, um Orientierungshilfe zu geben.
„Ganz eng abgeholt“ werden die jugendlichen Gäste bei ihrem Empfang in der Kaufmannsschule, verspricht Schulleiter Thomas Vogl. Die verschiedenen Berufsbereiche sind räumlich strukturiert, bei etlichen Gewerken können sich die Schüler an sogenannten Talent-Points selbst ausprobieren und so etwas über ihre jeweiligen Eignungen erfahren.
Gewünscht: Gymnasiasten
„Obwohl sich ansonsten vieleBesucher fast aller Hagener Schulen angemeldet haben, sind erst zwei Gymnasien unter den Angemeldeten,“ wünschen sich die fünf Schulleiter hier mehr Zuspruch. „Unser Angebot richtet sich ausdrücklich auch an Schüler der gymnasialen Oberstufen, da eine große Zahl der jungen Menschen nach erworbener Allgemeiner Hochschulreife in Ausbildungsberufe strebt,“ weiß Cuno-I-Leiter Thomas Luig.
In einigen kaufmännischen Ausbildungsberufen werden etwa 80 Prozent der Ausbildungsplätze von Abiturienten besetzt. „Da dies oft in Kombination mit einem Studium steht, werden am Berufsschultag auch Vorträge zum dualen Studium angeboten,“ so Cuno-II-Chefin Kora Harmuth-Podleschny.
Aber auch, wer noch so gar nicht weiß, wie sein schulisches oder berufliches Leben nach der 10. Klasse aussehen soll, kann sich hier vielfältige Anregungen holen und sich Lebenswege aufzeigen lassen. Denn der Hagener Berufsschultag ist keine Ausbildungsmesse und mitnichten kommerziell. Alle Beteiligten nehmen das diesjährige Motto „Perspektiven finden, Talente entdecken“ für die jungen Besucher individuell ernst.
Pendelbus
Um einen reibungslosen Ablauf bei der Vielzahl der Besucher zu gewährleisten, wird ein Pendelbus ab Sparkassen-Karree eingerichtet.