Horizont erweitern

Hagen. (ME, 22.05.10) Mehr neue Bauwerke, Quartiere, Gärten und Parks als je zuvor sind in diesem Jahr am „Tag der Architektur“ in 185 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens für Besucher geöffnet. Am 26. und 27. Juni 2010 laden Architekten, Innenarchitekten und Stadtplaner gemeinsam mit ihren Bauherren zu Besichtigungen und Gesprächen an insgesamt 551 Standorten ein, natürlich auch in Hagen, Wetter und Herdecke.

„Horizonte!“ lautet das bundesweite Motto für den Tag der Architektur 2010. „Dieser Tag will Anregungen geben und die Gelegenheit zum Gespräch mit Architekten bieten, er will ferner den Blick auf aktuelle Architektur richten und den Horizont weiten“, erklärt Hartmut Miksch, der Präsident der NRW-Architektenkammer.

Mit Fachleuten

Der Tag der Architektur findet in Nordrhein-Westfalen zum 15. Mal statt. Der besondere Reiz ergibt sich für die zu erwartenden rund 40.000 Besucherinnen und Besucher aus der Tatsache, dass die große Mehrzahl der Objekte üblicherweise nicht für Interessierte offensteht. Am Tag der Architektur ist das jedesmal anders: Architekten und Nutzer laden zu einem zwanglosen Eintreten und Kennenlernen ein – in ihre Privathäuser, aber auch in Bauwerke für Büro und Verwaltung, Schule und Bildung, Senioren und Kinder, Handwerk und Gewerbe. Neben vielfältigen Anregungen für eigene Planungs- und Baumaßnahmen können die Besucher im direkten Dialog mit den Fachleuten vor Ort Fragen erörtern, Probleme lösen und Positionen diskutieren.

Am „Tag der Architektur“ können alle Architektinnen und Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner teilnehmen, die in den vergangenen fünf Jahren Bauwerke in NRW realisiert haben; für Objekte der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung gilt eine Frist von acht Jahren.

Umfangreiche Broschüre

Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen stellt alle Bauten und Objekte zum „Tag der Architektur 2010“ in einer umfangreichen Broschüre vor, die kostenlos bei der Architektenkammer NRW, Zollhof 1, 40221 Düsseldorf bezogen werden kann. In dem rund 600 Seiten starken Buch werden auch drei Bauten aus Wetter und Herdecke sowie fünf Häuser aus Hagen vorgestellt. Darunter befindet sich beispielsweise das in der Tradition der klassischen Moderne geplante Bürogebäude der Unternehmensgruppe Barter auf dem Sudfeld in Halden (Lange Eck 2), als Architekten wirkten hier Raoul Zamel und Lars Krug. Ferner sind Ende Juni in Hagen im Besichtigungsangebot: eine umgebaute Turnhalle am Remberg (Architekt Miele), ein Einfamilienhaus in Helfe (Architekten Wehner und Warfsmann), ein Energiesparhaus in Boele (Architekt Meckert) und ein Mehrfamilien-Passivhaus am Ischeland (Architekt Hauert).