Horst Becking in der Fernuni

Hagen. (EGr) Die zweite Fernuni-Ausstellung in der neuen Reihe „Künstlerbücher“ zeigt nach Emil Schumacher wieder einen bekannten Hagener Künstler, den vielseitigen Horst Becking. Über 100 Arbeiten sind ab Dienstag, 5. November 2013, in der Universitätsbibliothek der Fernuniversität zu sehen.

Zum ersten Mal werden seine Bücher in Hagen ausgestellt, das große Thema seiner Arbeit ist die Natur. Einst Schüler von Joseph Beuys und Meisterschüler von Rupprecht Geiger, beschäftigt sich Becking schon seit vielen Jahrzehnten mit dieser besonderen Art der künstlerischen Darstellung. „Manchmal ist der Mond auch blau“ lautet der Titel seines 2013 und damit zuletzt entstandenen Buches und ist gleichzeitig auch Titel der Ausstellung. Das auf 271 Seiten gefüllte Werk bildet den vorläufigen Höhepunkt seiner Arbeit und zeigt die Vielfalt seines Schaffens: Farbige Landschaften, Ausschnitte und Überlagerungen lassen Bewegungen spüren und die Geschichten greifbar machen.

Horst Becking liebt die Literatur

Künstlerbücher sind eigenständige Kunstwerke, bei der ein Buch die Grundlage der Arbeit bildet. Horst Becking liebt die Literatur, lässt sich von ihr zu künstlerischem Schaffen anregen. Entstanden sind dabei zahlreiche Malerbücher, Reisebücher, aber auch Kunstobjekte und Kataloge. Die chronologisch angelegte Ausstellung zeigt darüber hinaus Leporellos, Kochbücher, übermalte, antiquarische Handschriften als Bildträger und Radierungen.

Reiseimpressionen aus Sizilien oder Mallorca, die eine bestimmte Stimmung oder ein Gefühl wiedergeben und Materialien wie Pappe oder Leinen sind der Ausgangspunkt für seine Arbeit. In mehr als 50 Jahren kreativen Schaffens wurden immer neue Erlebnisse in den Büchern festgehalten, denn bereits in den 1960er Jahren hat Horst Becking mit der Gestaltung von Künstlerbüchern begonnen. Bildträger sind alte Bücher oder Schriften, die er unter anderen auf dem Antiquitäten- oder Trödelmarkt findet. Diese Schriftstücke übermalt er, aber nicht vollends, so lässt er das Darunterliegende, den Text, immer ein Stück weit bestehen und setzt lediglich farbige Akzente. Becking hat viel Zeit in Belgien und Frankreich verbracht, wo das Künstlerbuch einen hohen Stellenwert und damit auch für ihn eine ganz besondere Bedeutung hat.

Einführung von Karl-Heinz Müther

Die Ausstellung wird im KSW-Seminargebäude, Bauteil A, EG, 1-3, Universitätsstraße 33 am 5. November 2013 um 18 Uhr mit einer Begrüßung von Georg Schirmers (UB Hagen) eröffnet. Karl-Heinz Müther, der Becking seit über 40 Jahren begleitet, gibt einen Überblick zu den ausgestellten Werken. Ausstellungsmacherin Petra Holtmann und natürlich der Künstler selbst sind anwesend und werden ab 19 Uhr durch die Ausstellung führen.

Sie läuft bis zum 9. Dezember in den unteren Räumen der Universitätsbibliothek und kann montags bis donnerstag zwischen 9 Uhr bis 19 Uhr, freitags von 9 Uhr bis 16 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 13 Uhr besichtigt werden.