Im Intercity randaliert – Bundespolizisten angegriffen – 26-Jähriger nach längerer Flucht festgenommen

Hagen. Am Mittwoch, 6. Februar, kam es zu einer wilden Verfolgung eines 26-jährigen Syrers durch die Hagener Innenstadt. Vorerst konnte der Mann flüchten und wurde später in der Innenstadt festgenommen. Auf seiner Flucht hatte er versucht, einen Bundespolizisten mit einer Flasche zu verletzten.

Gegen 12:00 Uhr wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei im Hagener Hauptbahnhof zu einem Intercity gerufen. In dem Zug sollte nach Angaben von Bahnmitarbeitern ein Mann randaliert haben. Nach Angaben des 41-jährigen Zugchefs, hatte der 26-Jährige den Zug von Wuppertal nach Hagen genutzt. Reisende erklärten, dass der Mann im Zug randaliert und versucht habe, einen Tisch aus der Verankerung zu reißen. Als der Bahnmitarbeiter ihn daraufhin ansprach, soll der 26-Jährige ihn mit einer Messerklinge bedroht haben. Daraufhin setzte der 41-jährigen Bahnmitarbeiter Pfefferspray gegen ihn ein, woraufhin dieser in ein hinteres Zugabteil flüchtete.

Während der Befragung von Zeugen durch Bundespolizisten, verließ der 26-Jährige den Zug und flüchtete durch die Gleisanlagen in Richtung Hagener Innenstadt. Dabei wurde er durch die Einsatzkräfte verfolgt. Diese versuchte der Flüchtende gezielt mit einer Glasflasche zu treffen. Durch den Angriff gelang dem Syrer anschließend die Flucht.

Im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen konnte der 26-Jährige in der Hagener Innenstadt später festgenommen werden. In seiner Kleidung wurden ein Messer und ein schwedischer Flüchtlingspass gefunden und sichergestellt.

Wie weitere Ermittlungen ergaben, hält sich der Mann seit dem 27. Januar unerlaubt in der Bundesrepublik auf.

Nach Rücksprache mit der Hagener Staatsanwaltschaft, wurde der Syrer anschließend in das Polizeigewahrsam eingeliefert.

Die Bundespolizei leitete gegen ihn ein Strafverfahren wegen Beförderungserschleichung, Sachbeschädigung, Bedrohung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.