Imaginäre Landschaften

Hagen. „Kreuzweg – Zwischen den Welten“ lautet der Titel der neuen Ausstellung von Wolfgang Jankowsky – zu sehen in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38 (jeweils montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr).

Dass historistische Architektur und zeitgenössische Kunst keinen Widerspruch darstellen, bezeugt diese Ausstellung. Der wohl mit am schönsten denkmalgeschützte Villenbau Hagens bildet den passenden Rahmen für die zeitgenössische Malerei des Kunstschaffenden Wolfgang Jankowsky. „Wir freuen uns, unseren Gästen und allen Kunstfreunden gleich zum Jahresanfang eine solch interessante und anregende Ausstellung präsentieren zu dürfen“ so Sigrun Politt, VHS Hagen.

In der Villa Post im Schnittpunkt der Geschichte, wo wechselvolle Vergangenheit auf zeitgemäße Kreativität trifft, erzeugt Wolfgang Jankowsky eine Verbindung zwischen den Welten. Raum und Zeit verschmelzen in seinen Bildern zu imaginären Landschaften: Weitläufige Räume in denen die Kreuzform, einer Landmarke gleich Orientierung bietet und zugleich einen festen Standpunkt markiert. Magische Orte die der Interpretation des Betrachters bedürfen, um sie zu ergründen.

„Meine Bilder erzählen Geschichten in ihrer ureigenen Sprache. Sie bieten Raum für Assoziation und Imagination.“

Die Arbeiten des 1955 in Hagen geborenen Wolfgang Jankowsky zeichnen sich vor allem durch die Verwendung experimenteller Materialien wie Sand, Lauge, Eisenoxyd und Erde aus. Mit Hilfe dieser herkömmlichen Werkstoffe verdichtet er die Materie seiner Bilder und schafft so ein Werk mit ganz eigener Ausdrucksweise.

Überdies verleihen sich wiederholende Zeichen, Symbole und Chiffren wie Kreuze, Kreise, Fibunacci-Zahlenreihen den Arbeiten etwas ebenso geheimnisvolles wie mehrdeutiges. Insbesondere das Kreuz beinhaltet gleich unterschiedliche Deutungsebenen.

Seine große Experimentierfreude offenbart sich besondere in den seit 2010 entstandenen Papierarbeiten, deren gesteigerte Körperlichkeit maßgeblich den Bildcharakter unterstreicht. Werke mit reliefartigen Strukturen und brüchigen Oberflächen faszinieren und sensibilisieren zugleich für eine Ästhetik der Veränderung.
Die Ausstellung bleibt bis zum 28. Februar bestehen.