In Hagen doht eine Haushaltssperre

Hagen. (san/ME) Das Wetter stimmt schon mal auf das Ferienende ein. Auch Urlaubskorb, Ferienmaus, Quamboni & Co. haben den „Endspurt“ eingeläutet.

Die Politik hingegen war in den letzten Wochen eher auf „Tauchstation“ – abgesehen von den Piraten und den Bürgern für Hohenlimburg. Ihre beiden Ratsvertreter wollen die Stadt Hagen verklagen, weil die Verwaltung ihnen bislang nicht – Stand August 2014 – den Zusammenschluss zu einer „Ratsgruppe“ erlaubt hat. Eine „Gruppe“ würde von höheren finanziellen Zuwendungen und verbesserten politischen Mitwirkungsmöglichkeiten profitieren.
Schlechte Nachrichten: Kaum im Amt, durfte Hagens neuer Oberbürgermeister Erik O. Schulz am Freitag bereits seine erste schlechte Nachricht verkünden: Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind bislang nicht so geflossen, wie dies bei der Prognose erhofft worden war. Knapp 90 Millionen wurden einkalkuliert. Doch aufgrund verschiedener Entwicklungen – wozu auch die momentane konjunkturelle Schwächephase in Deutschland gehört – wird nur mit einem deutlich geringeren Betrag zu rechnen sein. Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann glaubt, dass am Ende des Jahres etwa 20 Millionen Euro in der Kasse fehlen werden.

Die städtischen Fachbereichsleiter haben deshalb jetzt die Aufgabe erhalten, ihre Ämter zu „durchforsten“ und eventuelle Ausgaben zu streichen. Zehn Tage haben sie hierfür Zeit. Sollte hierbei kein befriedigendes Ergebnis erzielt werden, will Gerbersmann Anfang September eine Haushaltssperre verfügen. Unter anderem würden dann Dienstleistungen sowie die Kosten der Gebäude- und Straßenunterhaltung deutlich reduziert.
Ermittlungsfortschritt: Nach dem Großbrand im alten Zwieback-Brandt-Gebäude in Westerbauer, bei welchem Waggons eines historischen Zuges zerstört wurden, gibt es nun einen Verdächtigen: Ihm wird Brandstiftung vorgeworfen. Hierbei soll es sich um einen 14-Jährigen handeln, der die Tat allerdings bisher bestreitet.
Vollsperrung: Rund um das Kegelzentrum musste der Märkische Ring am Donnerstag lange gesperrt werden. Einem Lkw verrutschte morgens die schwere Ladung und blieb liegen. Mit einem Kran musste die Ladung gesichert werden – das dauerte. Erst am Nachmittag konnte die Fahrbahn wieder frei gegeben werden.
Besitzerwechsel im großen Stil: Die Deutsche Annington hat 100 Wohnungen auf Emst aufgekauft. Die Häuser befinden sich in der Karl-Ernst-Osthaus-Straße und der Hassleyer Straße. Der Wechsel habe für die Mieter jedoch keine Auswirkungen, heißt es.

Und – für manche eine eher traurige, für andere aber wiederum eine Meldung, die aufatmen lässt: Das war die letzte Schulferienwoche! Montag und Dienstag noch einmal durchatmen und dann geht es auf in ein neues Schuljahr, für die Sekundarschulen gar in eine neue Schulepoche.