Interview mit Phoenix-Akteuren, Teil 2

Phoenix Hagen spielt im bisherigen Basketball-Bundesliga-Verlauf der Saison 2012/2013 eine sehr gute Rolle, steht aktuell auf Platz 10 der Tabelle. Basketball mit Herz, Energie und Leidenschaft demonstrieren die Feuervögel um Abe Lodwick (Nr. 31), Dino Gregory (Nr. 33) und David Bell (Nr. 5). (Foto: Jörg Laube)

Von Olaf Somborn

Hagen. In der vergangenen Woche haben wir Teil 1 unseres Interviews mit verschiedenen Phoenix-Akteuren veröffentlicht, heute folgt die Fortsetzung mit Co-Trainer Steven Wriedt, Small Forward Larry Gordon und Point-Guard Ole Wendt.

Zwar liegt zwischen beiden wk-Erscheinungsdaten eine deftige 69:99-Niederlage in Tübingen, aber es bleibt dabei: der bisherige Saisonverlauf ist sehr positiv einzustufen.

Assistant-Coach Steven Wriedt: „Phoenix ist in den letzten Jahren stark gewachsen!“ (Foto: Jörg Laube)

Assistant-Coach Steven Wriedt

Steven, Ihr spielt eine sehr gute, sehr schnelle Saison bis jetzt: Starker Angriff, viele Punkte in den letzten Minuten. Muss die Kondition da nicht extrem gut sein?

Steven Wriedt: Ja, ich glaube, wir haben eines der fittesten Teams in der Liga. Wenn eine Mannschaft über 40 Punkte im vierten Viertel macht, zeigt dies, dass unser Konditionszustand sehr gut ist. Unser Training ist sehr intensiv, wir spielen die ganze Woche in den Übungsstunden in einer Geschwindigkeit, die wir ohne Probleme mehr als 40 Minuten durchhalten, in der hingegen einige andere Teams nicht mehr mithalten können.

Die jetzige Truppe scheint sehr gut zu harmonieren. Ist das die Basis für den Erfolg?

Steven Wriedt: Das ist einer der Gründe. Alle Spieler des diesjährigen Teams arbeiten sehr professionell. Wenn wir uns neue Spieler ansehen, legen wir nicht nur Wert auf hervorragende Basketball-Spieler, sondern auch auf Menschen mit gutem Charakter. Davon hat das Team dieses Jahr eine Menge Spieler. Sie verstehen einander und kommen auf und neben dem Basketballfeld gut miteinander aus. Wenn die Chemie derart stimmt, dann überträgt sich das auch auf das Spielfeld und führt zum Erfolg.

Auch wenn es jetzt noch sehr früh ist: Siehst du gute Chancen, diese starke Mannschaft für die kommende Saison zu halten?

Steven Wriedt: Natürlich, wenn ein Team Erfolg hat, möchte man so viele Spieler wie möglich halten. Wir hatten eine ähnliche Erfahrung in der vorletzten Saison und waren nicht in der Lage, die meisten Spieler zu halten. Wir wissen, dass die Spieler es wirklich genießen, hier in Hagen zu spielen, sie lieben die Fans und auch unsere Spielweise. Phoenix ist in den letzten paar Jahren stark gewachsen und wird auch weiterhin mit seinem Budget und der Infrastruktur wachsen, aber die Wahrheit bleibt, dass die meisten der anderen BBL-Teams weit mehr Ressourcen haben, was es uns schwierig macht.

Small Forward Larry Gordon: „Wir sind eine starke Mannschaft mit vielen guten Spielern und Herz!“ (Foto: Jörg Laube)

Small Forward Larry Gordon

Larry, du bist neu hier in Hagen in dieser Saison. Was ist der Unterschied zu Österreich, wo du vorher gespielt hast?

Larry Gordon: Ja, ich bin neu hier in Hagen und ich genieße und liebe es in dieser Stadt. Ein großer Unterschied ist, dass es bei uns in Hagen nicht so viel schneit wie in dem Alpen-Land. Aber Hagen ist auch eine viel größere Stadt als die, in der ich in Österreich lebte. So macht das Leben viel mehr Spaß.

Glaubst du, ihr könnt die Playoffs erreichen?

Larry Gordon: Ja, ich glaube, wir schaffen die Playoffs. Unser Team ist eine starke Mannschaft mit vielen guten Spielern und ich denke, wir werden der Liga und den Fans von Hagen zeigen, wie stark wir sind.

Was gefällt dir am besten im Phoenix-Team?

Larry Gordon: Das Beste an diesem Team ist unser Herz! Wir spielen Basketball mit viel Herz, Energie und Leidenschaft und wir alle haben ein Ziel: zu gewinnen und in die Playoffs zu kommen. Und das gleiche Ziel zu haben, macht es einfacher, dafür zu sorgen, dass die Chemie stimmt – und so spielen wir gut zusammen.

Guard Ole Wendt will lernen, noch besser zu treffen. (Foto: Jörg Laube)

Guard Ole Wendt

Ole, das ist jetzt deine erste Bundesliga/Profi-Station. Verläuft alles so wie erhofft, oder hattest du (noch) mehr erwartet?

Ole Wendt: Eigentlich läuft es ganz gut, aber hier und da könnte ich noch besser treffen.

Ein Dennis Schröder spielt in Braunschweig als Guard schon eine sehr dominante Rolle. Bist du mit deinen Einsatzzeiten in Hagen zufrieden?

Ole Wendt: Dennis spielt eine überragende Saison, aber ich bin hier mit den Einsatzzeiten zufrieden, gerade weil auch der Topscorer der Liga auf meiner Position ist.

Was sind deine Vorstellungen und Pläne für die kommenden zwei Jahre?

Ole Wendt: Nächstes Jahr auf jeden Fall in Hagen zu bleiben und an die Zeit danach denke ich jetzt noch nicht.