„Ja, sauber! Wehringhausen.“ – Das Fazit und die Folgen

Wehringhausen. (anna) Die von der Stadt initiierte Aufräumaktion „Ja, sauber! Wehringhausen.“ ist seit dem letzten Freitag offiziell zu Ende. Wehringhausen strahlt wieder. Stadt, HEB, WBH und Ordnungsamt zogen jetzt Bilanz. In einer konzertierten Aktion hatten die Saubermänner des HEB und die Bürger 14 Tage lang den Stadtteil vom Dreck befreit. 22,5 Tonnen Müll waren dabei zusammen gekommen.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement. In Gesprächen mit Bürgern habe er erfahren, dass die Menschen des Stadtteils glücklich sind, weil von Seiten der Stadtverwaltung „endlich etwas getan wird“.

„Die Bürger waren von der Reinigungsaktion mehr als angetan“, weiß auch Elke Kramer, aus dem OB-Büro, die 14 Tage lang vom Stadtteilladen aus „die  Kolonnen“ und helfenden Bürger dirigierte.

„Uns hat es allen Spaß gemacht, die Beteiligung der Bürger war höher als erwartet,“ HEB-Chef Dr. Herbert Bleicher ist sicher, dass man mit den Bürgern im Dialog bleiben muss, um einen nachhaltigen Effekt dieser Aktion zu gewährleisten.

„Jetzt sind die Bewohner am Zug“, betonte Bezirksbürgermeister Arno Lohmann, der sicher ist, dass die Wahrnehmung der Bürger für Sauberkeit eine neue geworden ist.  „Die Menschen sind bemüht und reden miteinander.“

Neuer Mängelmelder

Auf der Homepage der Stadt Hagen gibt es jetzt einen Mängelmelder, mit dem man sich sofort mit den entsprechenden Behörden kurzschließen und Unregelmäßigkeiten oder Verschmutzungen melden kann. Wie es jetzt weitergeht, soll in weiteren Treffen besprochen werden. Zuerst einmal hofft man auf den Lerneffekt und auf soziale Kontrolle.

Bürger-Engagement

Doch es gibt viele Bürger, die möchten, dass es so weitergeht. Auf Initiative einer rumänischen protestantischen Gemeinde aus Wehringhausen und organisiert mit Hilfe der Mitarbeitenden von Diakonie Mark-Ruhr und Caritas aus dem Projekt „NRW hält zusammen“ und dem Stadtteilladen Wehringhausen trafen sich am letzen Freitagmittag etwa 20 Menschen, um den Spielplatz auf dem Wilhelmsplatz erneut zu fegen und von Müll zu reinigen. Spontan schlossen sich etwa weitere 20 Jugendliche, Kinder und junge Männer an, die sich auf dem Wilhelmsplatz aufhielten und griffen – zur Freude der Sozialarbeiter und der Anwohner – ebenfalls zum Besen.

„Wir leben gerne hier und wir ärgern uns auch über den Dreck, den einzelne Personen hinterlassen“, erklärt Pfarrer Johann Lacatus, warum er und seine Gemeinde es nicht bei der einmaligen Aktion belassen wollen. Ab dem 14. Juli wollen sie sich mindestens einmal wöchentlich treffen, sauber machen und vor allem auch ihre Nachbarn und Landsleute zum Mitmachen bewegen. Gleichzeitig nutzten die Fachleute aus dem Stadtteilladen die Gelegenheit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Und das soll auch so bleiben.

Zum Ende der Reinigungsaktion in Wehringhausen griffen die Initiatoren (v.l.) Quartiersmanager Mike Schumacher, HEB-Chef Dr. Herbert Bleicher, Bezirksbürgermeister Arno Lohmann, Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Elke Kramer (OB-Büro) noch einmal zum Besen und gaben dem Stadtteil den letzten Schliff. (Foto: Anna Linne)
Zum Ende der Reinigungsaktion in Wehringhausen griffen die Initiatoren (v.l.) Quartiersmanager Mike Schumacher, HEB-Chef Dr. Herbert Bleicher, Bezirksbürgermeister Arno Lohmann, Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Elke Kramer (OB-Büro) noch einmal zum Besen und gaben dem Stadtteil den letzten Schliff. (Foto: Anna Linne)