Josef Capek in Hagen

Hagen. Mit politischen Karikaturen wollten schon lange vor dem Satiremagazin „Charlie Hebdo“ diverse Zeitungen wie der „Simplicissimus“ wachrütteln und zum Nachdenken anregen. Der tschechische Maler und Schriftsteller Josef Capek (1887-1945) widmete sich seit 1933 unter dem Eindruck der Entwicklungen und Ereignisse im nationalsozialistischen Deutschland, im spanischen Bürgerkrieg, in Italien und Japan mit großer Intensität der politischen Karikatur. Capek wollte seine Zeitgenossen mit seinen Karikaturen vor einem weltweiten Konflikt warnen.

Viele dieser Zeichnungen muten wie ein verzweifelter Aufschrei an, „gerichtet an ein immer weiter abstumpfendes Publikum“, so Dr. Ulrich Grochtmann, Vorsitzender der Capek-Gesellschaft Hagen.

Josef Capek musste für seine Karikaturen mit dem Leben bezahlen: Nach fast sechsjähriger Haft in Konzentrationslagern verlieren sich seine Spuren vor 70 Jahren in Bergen-Belsen.

Die von der Capek-Gesellschaft zusammengestellte Ausstellung kann in der Villa Post vom 22. April bis zum 20. Mai 2015 während der Öffnungszeiten besucht werden.

Dr. Ulrich Grochtmann wird zur Eröffnung am Mittwoch, 22. April 2015, einen Vortrag zum Leben und Werk von Josef Capek halten und durch die Ausstellung führen. Der Eintritt ist frei.