Karl-Ernst-Osthaus-Preis 2019 an Pia Stadtbäumer

Hagen. Pia Stadtbäumer wird in diesem Jahr mit dem Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen ausgezeichnet. In ihrer jüngsten Sitzung entschied die fünfköpfige Jury, den renommierten Preis der in Düsseldorf lebenden Künstlerin zu verleihen. Der traditionsreiche Preis für figurative Kunst wird seit 2015 in zweijährlichem Turnus vergeben. Erster Preisträger war der Berliner Maler Volker Stelzmann, auf ihn folgte 2017 Heike Kati Barath.
Die diesjährige Preisträgerin Pia Stadtbäumer ist Bildhauerin. Sie studierte von 1981 bis 1988 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Alfonso Hüppi. Nach einer Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste München lehrt sie seit 2000 als Professorin an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg Bildhauerei.

Pia Stadtbäumer gehört zu den Künstlerinnen und Künstlern, die in den späten 1980er Jahren die menschliche Figur als Sujet der Bildhauerei wieder international etabliert haben. In ihrem Werk greift sie kunstgeschichtliche Traditionen und Bildformen auf und unterzieht sie einer Revision in der Gegenwart. Ausgeführt mit bildhauerischer Sorgfalt in wechselnden Materialien nimmt sie subtile Abweichungen von den Normen des Körpers und eine Reduktion hin zum Fragment vor; viele ihrer Arbeiten kennzeichnet eine meditative Konzentriertheit, die den Betrachter einbezieht. Mitglieder der Jury sind der Maler Peter Schmersal Kunstkritiker Dr. Thomas Hirsch, Dr. Tayfun Belgin, Direktor Osthaus-Museum Hagen, sowie Margarita Kaufmann, Kulturdezernentin der Stadt Hagen und Christiane Bergfelder, Vorsitzende der Freunde des Osthaus-Museums. Der Karl-Ernst-Osthaus-Preis wird seit 2015 vom Förderverein „Freunde des Osthaus-Museums“ ausgelobt. Er ist nicht dotiert, sichert der Preisträgerin in 2019 allerdings eine Ausstellung sowie einen Katalog.

Die Ausstellung findet vom 27. Oktober 2019 bis 12. Januar 2020 im Osthaus-Museum statt. Die Ausstellungseröffnung mit Übergabe des Preises ist am 26. Oktober um 16 Uhr.