Keuchhusten in Hagen: Infektionsfälle gestiegen

Keuchhusten in Hagen - Infektionsfälle gestiegen
Keuchhusten kann insbesondere für Kinder eine ernste gesundheitliche Bedrohung darstellen. Atemnot durch angeschwollene Atemwege und Erbrechen sind häufige Begleiterscheinungen. (Foto: AOK/hfr.)

Hagen. Die Anzahl der nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldeten Keuchhustenfälle im Jahr 2018 ist in Hagen gestiegen. Insgesamt wurden 29 Infektionsfälle gemeldet, in 2017 waren es noch 27. Das teilte die AOK Nord-West auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit.

„Aufgrund dieser Entwicklung raten wir, unbedingt die empfohlenen Impfungen insbesondere bei Säuglingen und Kindern vorzunehmen. Aber auch die Auffrischungsimpfung bei Erwachsenen sollte nicht vernachlässigt werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Gerade im ersten Lebensjahr stellt der Keuchhusten eine ernste gesundheitliche Bedrohung für Kinder dar. Immer wieder werden schwere Erkrankungsverläufe beobachtet. Atemnot durch angeschwollene Atemwege und Erbrechen sind häufige Begleiterscheinungen.
Bei kleinen Kindern können Atempausen lebensgefährlich werden, insbesondere im Schlaf.

Auffrischungsimpfungen sind im Alter von fünf bis sechs Jahren sinnvoll. In Deutschland gibt es heute keine Pflichtimpfungen mehr. „Eltern sollten jedoch bedenken, dass sie durch vorbeugendes Impfen unter Umständen schwerwiegende Gesundheitsschäden von ihrem Kind abwenden können“, so Kock.

Aber nicht nur bei Kindern ist die Impfung relevant. Auch für Erwachsene wird die Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten von der Ständigen Impfkommission empfohlen. Sie wird einmalig als Kombinationsimpfung mit der Impfung gegen Tetanus und Diphterie durchgeführt.

Keuchhusten (Pertussis) wird durch ein Bakterium übertragen. Die Ansteckung erfolgt über kleinste Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen versprüht werden. Die Erkrankung ist hochansteckend und langwierig.