Kirche kann auch anders: „Haste Töne“ in Haspe

(v.l.) Popkantor Sven Bergmann, Bandleiter Rüdiger Tamm, Kantor Markus Klein sowie Pfarrer Stephan Buse freuen sich auf die erste Musik-Veranstaltung diese Art in Haspe: „Haste Töne“ startet am Freitag.(Foto: Anja Schade)

Haspe (AnS). Was kann Kirche? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich jüngst die Evangelische Kirchengemeinde Haspe. Das Ergebnis ist musikalisch: Herausgekommen sind nämlich Kirchenmusiktage mit einem typischen Hasper Titel – „Haste Töne“.
„Kirche kann auch anders“, da sind sich die Verantwortlichen sicher, die die Veranstaltungen an drei Tagen organisiert haben. „Wir wollen mit dieser Aktion Leute in die Gemeinde locken, die nicht zu den klassischen sonntäglichen Kirchgängern gehören.“ Ihnen ist allerdings wichtig, den Glauben nicht außer acht zu lassen. „Wir sind evangelisch – und das ist gut so.“
Das Programm ist deshalb vielfältig und soll alle Altersklassen ansprechen. Es beginnt am Freitag, 5. Oktober, um 18 Uhr in der Kirche an der Frankstraße mit einer Mitsing-Aktion. Popkantor Sven Bergmann lädt „mit Herz und Seele“ zum Mitmachen ein. Angesprochen sind alle, die Lust haben, ihre Stimme zu erproben, gerne auch Familien. „Wir singen neue und alte deutsche Hits, englische Klassiker, Volks- und Kirchenlieder.“ 14 Gesangsstücke hat der Kantor in petto, unter anderem Kompositionen wie „Let it be“ oder „Ist da jemand?“; er selbst begleitet am Klavier. Die Texte werden projiziert. Anschließend ist ein gemütliches Miteinander ge­plant.

Rockiger Samstag

Rockig wird es am Samstag, 6. Oktober. Ab 19.30 Uhr steht zunächst die Hasper Formation „The Mix up“ auf der Bühne des Gemeindesaals, bevor die christliche Deutschrockband „C.Braz“ die Räume rockt. Das Repertoire umfasst einfühlsame Balladen bis hin zu tanzbaren und mitreißenden Stücken. Die Vorband präsentiert hingegen weltliche Texte mit christlichem Hintergrund.

Donnerode

Am Sonntag um 16 Uhr wird es klassisch. Die Kantorei Haspe wird gemeinsam mit einem Projektchor, dem Orchester „Konzertvereinigung Düsseldorf“ und mit Unterstützung eines Soloquintetts unter der Leitung von Kantor Markus Klein Telemanns „Donnerode“ aufführen. Zudem erklingt Bachs Kantate „O Ewigkeit, du Donnerwort“.
Ungewöhnlich sind die Veranstaltungen der Kirchengemeinde allemal: „Wir wollten uns mal was trauen und gleichzeitig ein Zeichen setzen“, erklärt das Orga-Team, das sich bei Erfolg vorstellen kann, „Haste Töne“ durchaus irgendwann zu wiederholen.
Karten sind für das Abschlusskonzert am 7. Oktober im Gemeindebüro an der Frankstraße und bei allen Chormitgliedern erhältlich, alle anderen Veranstaltungen sind frei.