Klein und fein

Ist doch schön geworden: Das Wasserschloss Werdringen als beleuchtetes Keramik-Modell. Weitere Hagener Bauwerke im Miniatur-Format gehen jetzt in Serie. (Foto: Westfalia)

Hagen. (NO) Das Wachholderhäuschen, das alte Rathaus, das Hohenlimburger Schloss, Haus Harkorten und weitere illustre Gebäude kann man sich demnächst ins Wohnzimmer stellen. Zur Zeit werden bekannte Hagener Bauwerke als hochwertige Keramik-Modelle in Serie angefertigt. Die im warmen Licht erstrahlenden Mini-Häuser dürften besonders in der dunklen Jahreszeit die Gemüter erfreuen. Jetzt kann der Westfalia-Markt auf den ersten, brauchbaren „Prototyp“ verweisen: das Wasserschloss Werdringen in Miniaturform.

Geboren wurde die Idee, herausragende Hagener Bauwerke klein nachzubauen, nachdem historische Mini-Häuser in der Vorweihnachtszeit bei Westfalia reißenden Absatz fanden. Beliebt waren zum Beispiel die Marien-Apotheke aus Rothenburg, die Frauenkirche in Dresden, das Rathaus von Wernigerode oder auch der Kölner Dom.

Warum nicht auch in Hagen?

Doch warum in die Ferne schweifen? Die Hagener würden sich bestimmt noch mehr über eigene Bauwerke in Miniaturform freuen, so die Überlegung. Eine an die Stadtverwaltung gerichtete Anfrage mit der Bitte um Unterstützung durch Zeichnungen und Bildmaterial griff man dort erfreut auf. Alte, bisweilen historische Zeichnungen wurden „ausgegraben“ und Westfalia mit besten Wünschen übergeben. Wenn wichtige Fotos fehlten, griffen Mitarbeiter des Fachmarkts auch selber zur Kamera.

Die Verwaltung des Hohenlimburger Schlosses bot für das Miniatur-Projekt ebenfalls ihre Hilfe an und schickte Bildmaterial. Ebenso die Brüder Eversbusch aus Haspe, die sich gleichfalls darüber freuten, dass auch das Wachholderhäuschen als Modell angefertigt werden sollte. Selbstverständlich ist höchste Detailgenauigkeit gefragt: Dass beispielsweise die zwei rechten Schlagläden auf der linken Giebelseite für immer geschlossen und die Linken geöffnet sind, fließt natürlich in den Nachbau ein.

Musste „nur“ noch jemand gefunden werden, der die handwerkliche Arbeit in Angriff nahm. Partner mit einschlägiger Erfahrung wurden gesucht, und zum Schluss blieben zwei Anbieter mit guten Kontakten nach Osteuropa übrig, wo von Künstlern nach Bildern und Zeichnungen Keramikhäuser in Serie modelliert, handbemalt und gebrannt werden. Litauen ist eine Hochburg dieser Kunst.

Anspruch erfüllt

Die ersten Modelle fanden im Hause Westfalia allerdings keine Akzeptanz, denn Qualität und Präzision ließen noch zu wünschen übrig. Mit dem jetzt eingereichten Prototyp des Wasserschlosses Werdringen allerdings wurden die Ansprüche erfüllt. Jetzt geht das Wasserschloss in Serie, weitere Hagener Mini-Bauwerke folgen.

Mitte Oktober wird dann die viel bestaunte Gebäudelandschaft wie schon in den letzten Jahren wieder bei Westfalia an der Pettenkoferstraße zu sehen sein, ergänzt mit über 40 Neuigkeiten.

Die Miniaturen dürften bald aber auch im „offiziellen“ Rahmen zu sehen sein. Denn das Schloss Hohenlimburg ist an einer Ausstellung interessiert, und auch im Rathaus kann man sich gut vorstellen, die Keramik-Licht-Modelle der bekanntesten Hagener Bauwerke zu präsentieren.