Tag der offenen Tür in Ateliers und Werkstätten, vielfältiges Begleitprogramm, Fahrradtour und kostenloser Buspendeldienst: „Planet Hagen 2018“ startet am Samstag, 14. April.

Hagen. Zum zweiten Mal präsentiert sich der „Planet Hagen“ am Samstag, 14. April. Von 12 bis 20 Uhr öffnen 106 Kreative, Künstlerinnen und Künstler in ganz Hagen die Türen ihrer Ateliers und Werkstätten und gewähren einen Blick hinter die Kulissen.

Die Mischung macht‘s

Was den Planet Hagen so interessant macht, ist die vielfältige Mischung von Kunst und Kultur. Bei 33 unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet gilt es zum einen Bildende Kunst im klassischen Sinne zu entdecken, also Werke der Malerei, Bildhauerei, Grafik und Fotografie. Aber auch Angewandte Kunst, von Buchgestaltung bis Schmuckdesign, sowie ein facettenreiches Begleitprogramm wird geboten.

Musik verschiedenster Stilrichtungen, Lesungen von Hagener Autorinnen und Autoren, Mitmachworkshops und technische Vorführungen, Tanz, Performance und Kabarett: der Planet Hagen ist ein vielseitiges, durchgehend kostenfreies Angebot an das Publikum. Er beruht auf dem ganz persönlichen Engagement der Hagener Kunstschaffenden und Kreativen.

Partner und Pendelverkehr

Die Gesamtpräsentation wird vom Kulturbüro Hagen organisiert, unterstützt und begleitet – durch Publikationen, einen kostenlosen Buspendelservice und die Einbindung von Partnern wie der ADFC-Ortsgruppe Hagen mit einer kostenlosen Fahrradtour. Alle Informationen gibt es auf www.hagen.de/planet.

Künstler, Künstlerinnen und Kreative

Das Spektrum des Planets reicht von neuen, extra für diesen Tag gebildeten Gruppenbeiträgen bis zu Einzelateliers und -werkstätten.

Speziell für Planet Hagen haben sich Künstler und Kreative nur für diesen einen Tag an zum Teil ungewöhnlichen Orten zusammen gefunden. Darunter ist das das Millhoff-Center in der Grabenstraße 28, das erstmalig zum Kunstort wird und an dem sieben Kunstschaffende in Erscheinung treten.

Klassische und neue Kunstorte

Neu dabei ist auch das „FunWerk“ des Werkhofs in der Obernahmerstraße 10 mit einem Schwerpunkt auf Fotografie und einem breit gefächerten Begleitprogramm. Aber auch in klassischen Werkräumen wie dem Atelier Rutschmann am Hüttenplatz 60 in Haspe haben sich neue Allianzen gebildet. Auch gänzlich neue Kunstorte sind dabei, wie das „atelier am museum“ in der Hochstraße 69 oder das Atelier „M-und“ in der Hochstraße 72.

Bekannte Zusammenschlüsse von Künstlerinnen und Künstlern, wie beispielsweise die Kooperative K in der Karlstraße 26, das „Kunst HAUS 52“ im Wasserlosen Tal 52, das Kunst- und Atelierhaus (KAH) an der Hochstraße oder dieses Jahr auch der Hagenring in der Eilper Straße 71-75 sind ebenfalls beteiligt.

Bekannte und neue Künstler

Bekannte Künstlerpersönlichkeiten wie Bernhard Paura und Uwe Lex tragen ebenfalls zur Veranstaltung bei – wie auch erstmalig beteiligte Künstler. Etwa Peter Blindert. Er ist das erste Mal bei Planet Hagen dabei, obwohl sein Atelier seit 35 Jahren in Hagen existiert – der 14. April wird eine der letzten Gelegenheiten sein, im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung dieses Atelier zu besuchen.

Der Planet Hagen lebt vom Flair solch kunstgetränkter Orte ebenso wie von den neuen und überraschenden Standorten. Ob in der Volme-Galerie, im Tanz- und Pilates-Center Mstage oder in der Buchbinderei Gründer – der Planet Hagen offenbart sich an immer anderen und neuen Orten.

Dieses Mal wird der Planet Hagen außerdem an noch mehr Orten sichtbar, so dass aus den 22 beteiligten Orten 2016 dieses Jahr schon 33 Orte geworden sind.

Fotografie wird dominanter

Das Rückgrat der Gesamtpräsentation Hagener Kunstschaffender und Kreativer sind nach wie vor Künstler, die die klassischen Formen der bildenden Kunst vertreten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Malerei.

Neu ist, dass das Medium Fotografie sichtbarer wird und nun fast gleich stark vertreten ist. Dazu tragen die „Lichtfänger“ und weitere im Bereich Fotografie tätige Beteiligte im „FunWerk“ des Werkhofs in der Obernahmerstraße 10 (Hohenlimburg), die Fotofreunde Hagen im Allerwelthaus in der Potthofstraße 22 und das Atelier 58 in der Hochstraße 76 (Kunst- und Atelierhaus) bei.

Bildhauer

Ausschließlich auf Bildhauerei konzentrieren sich vergleichsweise wenige Kunstschaffende. Viele Künstler arbeiten in mehreren Kunstsparten, so dass auch Bereiche wie Druckgraphik, Arbeiten mit Ton und Keramik, Scherenschnitt, Installation, digitale Kunst und Video vertreten sind. Mit traditioneller Ikonenmalerei und Mosaik kommen sehr alte künstlerische Techniken zur Geltung.

Das Angebot ist vielfältig – vor Ort wird es möglich sein, mit Künstlern und Kreativen persönlich ins Gespräch zu kommen und sich über Techniken und Inhalte auszutauschen.

Begleitprogramm

Das zweite wichtige Standbein von Planet Hagen bildet das von den Kreativen, Künstlerinnen und Künstlern selbst organisierte Begleitprogramm. Es gibt insgesamt 13 Musik-Acts, bei denen eine große Bandbreite an Musikstilrichtungen abgedeckt wird. Von klassischer Musik, Rock‘n‘Roll, Blues und Jazz über Genres wie Pop- und Latino-Klängen bis hin zur Musik mit Instrumenten, von denen man vielleicht noch nie etwas gehört hat, wie dem Didgeridoo oder der Fujara, ist alles mit dabei.

Es werden elf Mitmach-Aktionen angeboten, darunter Malangebote für Kinder, aber auch Workshops für Erwachsene, in denen verschiedene Techniken und der Umgang mit Materialien ausprobiert werden kann.

Des Weiteren gibt es acht Lesungen, zum Beispiel Comic-­Lesungen, Gedichte, Poetry-Slam und Krimis.

Künstlergespräche vor den Werken laden dazu ein, Fragen zu stellen und sich selbst in die Gespräche einzubringen. Die Besucher können fünf Vorführungen besuchen. Es gibt Tanzvorführungen, Luftakrobatik und Bodypainting, auch künstlerische Drucktechniken sowie Porträt- und Objektfotografie werden in Aktion gezeigt und erläutert.

Info-Broschüren

Mit der Zahl der Beteiligten wuchs auch die Anzahl der Angebote im Begleitprogramm, so dass es zusätzlich zum

Booklet und Flyer dieses Jahr ein extra Verzeichnis der Angebote gibt. In diesen drei Publikationen sind alle wichtigen Informationen für die Besucher zusammengefasst.

Sie sind erhältlich in der Hageninfo an der Körnerstraße sowie an der Kasse des Kunstquartiers; zudem liegen sie in der Stadtbücherei an der Springe aus.

Hagen erfahren mit Bus und Rad

Im Zentrum von Hagen und seiner näheren Umgebung befinden sich die meisten Ateliers und Werkstätten der Hagener Künstler und Kreativen. Hohenlimburg ist dieses Jahr mit fünf und Haspe mit vier Standorten mit dabei.

Weiter außerhalb lassen sich weitere besondere Orte finden, wie das Atelier Rita Weychert in Dahl und das Atelier Uwe Nickel in Boele/Fley.

Um auch die weiter entfernteren Stationen einfach und schnell erreichen zu können, bietet das Kulturbüro einen kostenlosen Shuttlebus-Service an. Die Fahrpläne sind im Internet, an allen beteiligten Orten und im Booklet einzusehen.

Parallel dazu veranstaltet die ADFC-Ortsgruppe Hagen eine ebenfalls kostenlose Radtour, sowohl für Mitglieder als auch für Nicht-Mitglieder, die an dem Tag einige Stationen abfahren werden. Treffpunkt ist um 12.45 Uhr am Allerwelthaus, Potthofstraße 22.

Zuerst geht es Richtung Haspe, weitere Stationen können sich anschließen. Es wird gebeten, ein eigenes verkehrstüchtiges Fahrrad und wetterfeste Kleidung mitzubringen. Kinder unter 16 Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Einladung zum Austausch

Planet Hagen ist ein kommunikatives Angebot rund um Kunst und Kultur – von Hagenerinnen und Hagenern für die Menschen in der Stadt und aus dem Umland ausgerichtet. Viel persönliches Engagement und Herzblut fließen ein.

Die Besucherinnen und Besucher können Bereiche entdecken, in denen sie selbst noch nicht waren – sowohl räumlich als auch persönlich, im Austausch mit Kunstschaffenden und Kreativen. So verschieden die individuellen Interessen und Geschmäcker auch sein mögen, bei Planet Hagen kann jeder und jede fündig werden und Hagen neu erleben.

Die Druckkosten, Werbemaßnahmen im öffentlichen Raum und den Buspendelservice für die Veranstaltung haben die Sparda-Bank und der Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank unterstützt.