Kultopia Hagen lädt erneut ins „Romanische Café“ ein

Helmut Besten (v.l.), Horst Lappöhn und Peter Boenig verzauberten bereits im nachempfundenen „romanischen Café“ in Hagen ihre Gäste. Am Donnerstag, 16. November, verwandelt sich die Bühne in der VHS Hagen in das legendäre Café, das in den 1920er Jahren für Furore sorgte. (Foto: Birgit Ebbert)

Hagen. (Red./lz) Das Romanische Café am Kurfürstendamm – oder „Café Größenwahn“, wie der Berliner Volksmund es nannte – war in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren ein Treffpunkt der ­Intellektuellen von Berlin.

Da viele dieser Künstler in den „Tagen des Anstreichers“ (Hitler), zum aktiven Widerstand gehörten, war das Café vor allem bei den Nazis verhasst. Dennoch: Musiker, Dichter, Schriftsteller, Maler – sie alle trafen sich hier und waren beinahe jeden Abend zu Gast.

Das Hagener Trio um Horst Lappöhn (Gitarre/Gesang und Moderation), Peter Boenig (Gitarre/Gesang) und Helmut Besten (Cello) will das künstlerische Flair mit ihrer literarischen Musikgruppe „Die Neuen Anonymen Volkswaisen“ nun mit einem „Best of“ ihrer vielen verschiedenen Darbietungen erneut in der VHS in Hagen aufleben lassen. Egal ob Brecht, Kästner oder Tucholsky – bunt gemischt ist das Programm, das zwei Mal 55 Minuten dauern wird.

Auch eine kurze Pause ist vorgesehen. „Mit unseren Chansons und der Idee, aus den Räumlichkeiten der VHS eine Caféhaus-Atmosphäre zu machen, hoffen wir, auch diesmal unsere Gäste begeistern zu können,“ sagt Horst Lappöhn. Maximal 50 Gäste finden am Donnerstag, 16. November, in den Räumlichkeiten der VHS Hagen Platz. Los geht es um 19 Uhr.

Ein weiterer Termin ist der 15. Dezember.

Um 20 Uhr spielt das Trio dann unter dem Motto „Stille Nacht allerseits“ ihr garstig-satirisch-literarisches Weihnachtsprogramm im Allerwelthaus in Hagen.