Kunst für Flüchtlinge

Hagen. (ME) Gute Kunst hängt nicht immer nur in Museen. Unter dem Motto „Das Beste in Hagen“ präsentierte die Werbegemeinschaft der Volme-Galerie von Februar bis August 2015 in Kooperation mit dem Osthaus-Museum in seiner Ladenstraße großformatige Reproduktionen („Poster“) verschiedener Werke von 13 bildenden Künstlern aus Hagen, darunter von Karl-Friederich Fritzsche, Barbara Wolff, Nuri Irak und Uwe Nickel. Insgesamt waren 44 Bilder zu sehen.

Dreizehn dieser 44 Bilder – eins von jedem beteiligten Künstler – wurden am vergangenen Samstag, 29. August, auf der Aktionsfläche im Erdgeschoss der Galerie versteigert. Die Moderation der Versteigerung lag in den bewähren Händen von Werner Hahn. Unter den „Poster-Ersteigerern“ der ersten Runde war auch der Wochenkurier: Verlagsleiter Andreas Schlierkamp konnte einen „kosmischen Urknall“ von Nuri Irak mit ins Büro nehmen. Es soll ein Plätzchen im Besprechungszimmer an der Körnerstraße 45 finden. Der 1966 in der Türkei geborene und seit 1984 in Hagen lebende Nuri Irak ist ein Vertreter einer expressionistisch-spontanen Malweise. Seine Werke entsammen meist der „informellen Kunst“. Der Begriff „Informel“ bezeichnet eine internationale Stilrichtung der modernen, gegenstandlosen Malerei nach 1945, zu deren Hauptvertretern der Hagener Emil Schumacher zählt.

Auf Grund des großen Interesses an den ausgestellten Kunstwerken wird nun der zweite Teil der Bilder am kommenden Samstag, 5. September 2015, in der Zeit von 12 bis 13.30 Uhr auf der Autosalon-Bühne am Friedrich-Ebert-Platz versteigert. Der Erlös kommt abermals der Flüchtlingshilfe der Stadt Hagen zugute. Der Startpreis pro Bild beträgt 50 Euro. Auktionator ist erneut Theatermann Werner Hahn.

Bei der ersten Veranstaltung am Samstag kamen übrigens rund 1000 Euro zusammen.