Kunterbunter Wehringhauser Sommergarten

Freuen sich auf einen geistreichen Austausch im Sommergarten hinter der katholischen Kirche St. Michael an der Lange Straße in Wehringhausen: Wolfgang Herz (l.) mit Dekanatsreferent Raphael Gehrmann (r.). (Foto: Lara Zeitel)

Freuen sich auf einen geistreichen Austausch im Sommergarten hinter der katholischen Kirche St. Michael an der Lange Straße in Wehringhausen: Wolfgang Herz (l.) mit Dekanatsreferent Raphael Gehrmann (r.). (Foto: Lara Zeitel)

Wehringhausen. (lz) „Unser Ziel ist es, Spiritualität sowie Kunst und Kultur mit sozialen Aktivitäten und Austausch zu vereinen“, erzählt Wolfgang Herz, Gemeinde­referent der Wehringhauser St.-Michael-­Kirche. In diesem Zusammenhang findet bereits zum dritten Mal der „geistreiche Sommergarten“ im Garten hinter der katholischen Kirche statt.

Dort – an der Pelmke-/Ecke Lange Straße – können Besucher an fünf verschiedenen Terminen bei kulturellen und sozialen Veranstaltungen zusammenkommen, um sich im Zuge des Kirchenprojektes „Kirche in einem anderen Licht“ auszutauschen. Das letzte Event am Montag, 14. August, wird dann im Gemeindehaus der Sankt-Elisabeth-Kirche stattfinden.
„Uns geht es darum, auch Menschen zu erreichen, die an sich mit dem Thema Kirche nicht viel zu tun haben“, erklärt Raphael Gehrmann.
Ab Montag
Das Programm startet am Montag, 10. Juli, um 19 Uhr in „sommerlicher Gartenatmosphäre“ mit dem Kinder- und Jugend-Circus Quamboni und seinem Programm „Kunterbunt in Wehringhausen“. Bei Getränken und leckeren Speisen, die das Allerwelthaus an diesem Abend bereitet, kann dann der Musik des Kinderprojektchores Kunterbunt gelauscht werden. Der Chor setzt sich aus rund 60 Schülern der Emil-Schumacher-Grundschule und von St. Michael zusammen. Zudem tritt die Musik-Gesangsgruppe der TU Dortmund auf. Die Musik­richtung ist an diesem Abend am besten mit „querbeet“ beschrieben und soll ein erster „Garten der Begegnung“ sein.
Grüne Oase
„Gerade im dicht bebauten Stadtteil Wehringhausen ist der Garten ein schöner Ort für Austausch und Inspiration“, meint Wolfgang Herz.
Am ersten Ferienmontag, 17. Juli, geht es theatralisch zu. Geflüchtete und Hagener zeigen hierbei Ausschnitte aus dem selbstgeschriebenen Stück „Die Geschichtensammlerin“. Los geht es um 19 Uhr.
Am Montag, 24. Juli, wird es dann bunt und kreativ: verschiedene Hagener Künstler stellen sich und ihre Werke vor und laden ein, sich nicht nur inspirieren zu lassen, sondern auch selbst mitzuwirken. Parallel dazu wird eine kleine Auswahl der Werke in der Kirche St. Michael ausgestellt und dort auch bis zum 7. August zu sehen sein.
„Nichts wie es war“ heißt das Motto am Montag, 31. Juli. Die Mendener Kabarettistin und Krimiautorin Kathrin Heinrichs führt humorvoll und literarisch ab 19 Uhr durch den Abend.
Am Montag, 7. August, kommt ab 19 Uhr es zu einer Auseiandersetzung mit der Wehringhauser Geschichte. Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff ist zu Gast und nimmt die Besucher im Garten an der Michael-Kirche mit auf eine Reise in die Industrie-Vergangenheit. Unter dem Titel „Die Akku in Wehringhausen“ gibt es einen Rückblick auf den einstmals hochbedeutenden Pionierbetrieb. Ausgangspunkt ist ein Buch, an dem derzeit geschrieben wird.
Neudeck: Abschluss in St. Elisabeth
„Radikale Humanität“ heißt es dann am Montag, 14. August, nicht in Wehringhausen, sondern ab 19 Uhr im Gemeindehaus der Elisabeth-Kirche, Scharnhorststraße 27. Ehefrau und Brüder von Rupert Neudeck erzählen die Geschichte ihres verstorbenen Familienangehörigen und über sein Wirken. Sie werden an diesem Abend auch über die Gründung von Cap Anamur referieren und stehen für einen Austausch zum immer wiederkehrenden Thema „Flüchtlinge“ bereit. Ort der Begegnung ist an diesem Abend St. Elisabeth, weil Neudeck in der Elisabeth-Kirche geheiratet hat und in Hagen zur Schule gegangen ist.
Natürlich sind die Veranstaltungen wetterabhängig. „Dennoch hoffen wir wie im letzten Jahr auf schöne Stunden“, so Wolfgang Herz.