Leichenfund in Messi-Wohnung

Hagen. Am Freitag, 11. Mai 2012, hörte ein Mitbewohner eines Mehrfamilienhauses in der Wittekindstraße vormittags einen lauten Knall aus dem Hausflur, wenig später bemerkte er eine augenscheinlich aufgebrochene Tür in der zweiten Etage und er informierte die Polizei.

Die Beamten fanden eine stark vermüllte Wohnung vor, im Wohnraum vor dem Fernseher lag eine mumifizierte Leiche. Dabei handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die 71-jährige alleinstehende Mieterin. Letzte Schriftstücke stammen aus dem Frühjahr 2007. Die Obduktion am Montagvormittag bestätigte den Verdacht, dass die Tote seit etwa fünf Jahren dort lag.

Hinweise auf ein Fremdverschulden oder Gewaltverbrechen liegen nicht vor. Miete und Nebenkosten wurden regelmäßig vom Konto der 71-Jährige abgebucht, vermisst hatte sie offenbar niemand. Offensichtlich hatte nun ein Einbrecher die Etagentür eingetreten und sich so Zugang verschafft. Ob er sich bereits beim ersten Blick in die Messi-Wohnung zurückgezogen oder die Wohnung betreten und die Tote aufgefunden hatte, ist nicht bekannt.

Weitere Ermittlungen dauern an.