Lions-Club mit neuem Adventskalender

Hagen. (Red./lz) Seit nunmehr elf Jahren verkauft der Lions-Club
Hagen-Mark zur Winterzeit seinen von heimischen Künstlern gestalteten
Adventskalender. Nach dem zehnjährigen Jubiläum 2016 werden auch in diesem Jahr
wieder 5.000 Kalender verkauft. Die Gestaltung wurde für die Ausgabe 2017 der
Künstlerin Elfriede Potempa übertragen.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz hat auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft
übernommen. „Ich glaube, es ist nicht zuviel behauptet, wenn ich sage, dass der
Lions-Club abermals ein gut gemischtes Set zusammen gestellt hat, dessen Erlöse
erneut wunderbaren Projekten zugute kommt“, betont Schulz.
Mit dem Geld sollen, wie in jedem Jahr, benachteiligte Kinder und Jugendliche
im sozialen und kulturellen Bereich unterstützt werden. Dazu arbeiten städtische
Einrichtungen zusammen mit freien Trägern in Hagen.
Wasserratten marsch
In diesem Jahr kommt der Erlös erstens dem Projekt „Wasserratten“ zugute. Mit
diesem Projekt sollen Kinder in der Kita schon frühzeitig an das Element Wasser
herangeführt werden. „Immer weniger Kinder in Deutschland können schwimmen“,
erzählt Dirk Hannusch, der sich für den Schutz für Kinder und Jugendliche in
Einrichtungen einsetzt.
„Das soll sich dank der Spenden des Lions-Clubs ändern“, fügt er an.
An insgesamt sieben Standorten ist zukünftig geplant, gemeinsam mit
Erzieherinnen und Übungsleitern den Kindern das Schwimmen beizubringen.
Vielfalt (er)leben
Ein Teil der Einnahmen kommt außerdem dem Projekt „Willkommen in Hagen –
Vielfalt (er)leben“ zugute. Die Idee ist es, junge Menschen unterschiedlicher
Herkunft, Kultur und Religion zu vereinen und Gemeinsamkeiten zu finden.
An Wochenenden im November und Dezember 2017 findet daher für rund 80
Personen zu diesem Thema eine Veranstaltung in der Jugendbildungsstätte Berchum
statt.
Teilnehmen werden Kinder im Alter von 12 bis 17 Jahren, um sich vor Ort
auszutauschen und in kreativen Workshops gemeinsame Arbeiten aus dem Theater-,
Tanz- oder Kunstbereich auf die Beine zu stellen.
Handy-Film-Festival
Außerdem unterstützt der Lions-Club mit seiner Adventskalender-Aktion das
Projekt „clip:2“ und damit das Hagener Handy-Film-Festival, das in diesem Jahr
zum 10. Mal stattfindet und damit auch das letzte Mal. „Es ist an der Zeit etwas
Neues ins Leben zu rufen“, meint Natalia Keller von der Evangelischen
Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen.
Das Projekt will mit den Filmen, die von Jugendlichen verschiedener
Altersklassen eingereicht werden, die Medienkompetenz fördern und – statt
Mobbing oder Gewalt – zu einem kreativen und positiven Umgang mit dem Handy
verhelfen.
Eine Jury berät beim Handy-Film-Festival am 25. November 2017 um 19 Uhr auf
der jungen Bühne im Lutz-Theater dann, wer die besten Kurzfilme eingereicht hat.
Die Filme dürfen nicht länger als zwei Minuten sein. Rund 200 Teilnehmer haben
bereits im letzten Jahr an der Aktion teilgenommen.
Projekt „Food Diaries“
Ein weiterer Teil des Kalender-Erlöses fällt dem Projekt „Food Diaries“
zuteil. Die Awo beschäftigt sich hierbei mit dem Problem von Bulimie und
Anorexie bei Kindern und Jugendlichen. „Mit diesem Projekt wollen wir
Zielgruppen ansprechen und Türen öffnen“, sagt Christiane Koop, die in Haspe
eine Einrichtung für Essgestörte leitet.
Um nicht nur Türen, sondern möglicherweise auch Augen zu öffnen, arbeitet die
Awo zusammen mit dem Lutz-Theater und bringt im Zuge dieses Projektes ein Stück
auf die Bühne, das aufrütteln soll.
Denn das Stück, das voraussichtlich vor den Sommerferien 2017 aufgeführt
wird, erzählt die Geschichte einer ehemals Anorexie-kranken Patientin, die
Schauspielerin wurde, und ihr Leben mit der Essstörung.
Mit „Food Diaries“ sensibilisiert die Awo in Kooperation mit dem Fachbereich
Jugend und Soziales der Stadt Hagen, allen Kindern und Jugendlichen ein normales
und gesundes Selbstbild zu vermitteln.
Fünf Euro für den guten Zweck
Kinder und Jugendliche schützen und präventiv vorbereiten – das haben all
diese Projekte gemeinsam.
Für 5 Euro pro Kalender werden diese nun wieder, so hoffen Lions-Club und
auch Schirmherr Erik O. Schulz, zahlreich verkauft. Denn mit wenigen Mitteln
Großes bewirken – das ist doch nun wahrlich eine gute Aussicht auf die
anstehende besinnliche Weihnachtszeit.