Hagen. Der Lions-Club Hagen-Mark hat in der vergangenen Vorweihnachtszeit seine 13. Adventskalenderaktion durchgeführt. Mit dem Erlös werden vorrangig Jugendprojekte im Hagener Raum gefördert. In den bisher dreizehn Jahren konnte der Club 42 Projekte mit einer Gesamtsumme von 275.000 Euro unterstützen.

Die viertausend Kalender zu jeweils fünf Euro sind gefragt, denn die heimischen Einzelhändler machen mit und spenden reichlich attraktive Preise für das vorweihnachtliche „Türchen-Öffnen“. Die Auflage war zu Beginn der Adventszeit wieder komplett vergriffen. Die eingenommenen zwanzigtausend Euro wurden jetzt zu gleichen Teilen an vier Projekte verteilt.

Sprachkurs

Ohne Sprachkenntnisse bleibt man außen vor. Erst die Sprache ermöglicht Teilhabe und Integration. Ein Sprachkurs der Diakonie Mark-Ruhr für Familien mit Kindern aus EU-Ländern hilft hier, Brücken zu bauen, anzukommen, heimisch zu werden. Besonders Frauen nehmen das Angebot gern und hoch motiviert an, zumal eine Kinderbetreuung den Sprachkurs ergänzt.

Der Lehrerin zur Seite steht nun ein Ehrenamtler, der mit den Kursteilnehmern ihre Lebensläufe z.B. für Bewerbungen erstellt. Das Geld aus dem Adventskalender-Verkauf finanziert den Kurs für mindestens drei weitere Monate.

Gut gebettet

Die Beratungsstelle „donum vitae“, eine staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte und Familienplanung, steckt ihre 5000 Euro ins Bett. Besser gesagt: In Bettchen solcher Neugeborener, in deren Umfeld das Geld leider nicht für das Nötigste reicht. Im Rahmen der „Frühen Hilfen“ bekommen Frauen und Familien finanzielle Unterstützung für die ersten Monate mit ihrem Baby. Mit mehreren Anbietern ist man im Gespräch.

Rund 150 bis 200 Euro pro Bettchen müssen im Projekt „Gut gebettet?! – Ein guter Start für jedes Kind“ veranschlagt werden.

Achterbahn

Immer mehr junge Menschen brauchen besondere Hilfen, weil sie unter Traumata oder Süchten leiden. In der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Katholischen Krankenhauses Hagen, dem Zentrum für seelische Gesundheit (ZSG) in Hohenlimburg-Elsey werden solche Jugendliche und junge Erwachsene behandelt. Die Nachfrage steigt. Der Anteil junger Frauen und Mädchen nimmt deutlich zu. Bis zu vier Wochen muss man derzeit auf einen der 15 Plätze warten.

Auf der Station „Achterbahn“ kommen besonders Bewegungs- und sporttherapeutische Methoden zur Anwendung, denn viele der 16- bis 25-jährigen Patienten müssen sich regelrecht austoben können. Die Geldspende des Lions-Club Hagen-Mark wird verwendet, um stabile Kraftgeräte anzuschaffen, die notfalls auch eine Portion Aggressionen aushalten können.

So viel Theater

Jules Verne sei Dank: Unter dem Dach des Theaters Hagen geht es ab Samstag, 23. März, „In 80 Tagen um die Welt“. Was das bedeutet, kann man schon am Sonntag, 17. März, beim „Entdeckertag“ erkunden. Die Produktion verbindet die Kunstformen Schauspiel, Tanz, Musik und Animationsfilm mit kreativer Ausstattung und Bühnengestaltung.

Zusammen mit Hagener Jugendzentren, dem Werkhof, dem Kinderschutzbund, dem Allerwelthaus und der Stadtbibliothek hat das Team des „Lutz – Junge Bühne Hagen“ im Vorfeld kostenlose Workshops in allen Kunstformen für sechs- bis zwölfjährige Kinder veranstaltet. Rund zweihundert Kinder waren dabei, wenn es im Lutz oder direkt in den Schulen theatralisch zur Sache ging. Das honoriert der Lions-Club Hagen-Mark ebenfalls mit 5000 Euro.

Außerdem lädt der Club 35 Einzelhändler zum Dank demnächst zu einer Vorstellung von „In 80 Tagen um die Welt“ ins Lutz ein.