Lust auf Geschichte machen: Neuer Verein mit weitem Aufgabengebiet

[1/2] Über die neuesten Erkenntnisse der Grabungen in der Blätterhöhle informiert Dr. Jörg Orschiedt bei der nächsten Mitgliederversammlung der Geschichtsfreunde. (Foto: privat) [2/2] Bei der Gründungsversammlung in der Lounge des Osthaus-Museums: Der Ges

[1/2] Über die neuesten Erkenntnisse der Grabungen in der Blätterhöhle informiert Dr. Jörg Orschiedt bei der nächsten Mitgliederversammlung der Geschichtsfreunde. (Foto: privat) [2/2] Bei der Gründungsversammlung in der Lounge des Osthaus-Museums: Der Ges

Hagen. (Red.) Geschichtliche Ereignisse, ob früher oder gegenwärtig, sind immer Teil unseres alltäglichen Lebens. Daher hat sich die im Sommer gegründete Initiative „Geschichtsfreunde Hagen – Museums- und Archivverein“ große Ziele gesetzt: Sie möchte die Forschung und Vermittlung regionaler Kulturgeschichte und ihre Verflechtungen mit der Hagener Stadtgeschichte fördern. Ganz gleich, ob es um die Geologie, Archäologie oder weitererzählte Geschichte der Stadt geht.
Die Geschichtsfreunde unterstützen das Stadtmuseum Hagen, das Museum Wasserschloss Werdringen und natürlich auch das Stadtarchiv Hagen, dem beispielsweise das bekannte Osthaus-Archiv sowie das umfangreiche Westfälische Literatur- und Musikarchiv angeschlossen sind. Zum Vorstand des Vereins gehören Dr. Ralf Blank, Dr. Hubert Köhler, Frank Mohrherr, Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick und Thomas Walter.
Neues aus der Blätterhöhle
Die Geschichtsfreunde Hagen wollen nicht unter sich bleiben: Sie sind für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie alle Bildungseinrichtungen offen. Eine gute Möglichkeit, den neuen Verein kennenzulernen, bietet sich am Mittwoch, 25. Oktober, ab 18.45 Uhr. Im Auditorium des Kunstquartiers Hagen am Museumsplatz findet die erste Mitglieder-Versammlung statt. Eingebunden ist ein aufschlussreicher Vortrag von Dr. Jörg Orschiedt über die letzten Ausgrabungen in der Blätterhöhle, deren Ergebnisse und den aktuellen Forschungsstand.
Die Unterstützung der Forschungen und Grabungen an dieser mittlerweile international beachteten und bedeutenden Fundstätte in Hagen gehört ebenfalls zu den Aufgaben Geschichtsfreunde.
Die zukünftige Vereinsarbeit wird sich zudem auf die weitere wissenschaftliche Erschließung der Stadtgeschichte konzentrieren. Natürlich soll auch der wissenschaftliche Nachwuchs für relevante Themen interessiert werden. Daher wird eine engere Zusammenarbeit mit den historischen Instituten der Hochschulen in Nord­rhein-Westfalen angestrebt. Die Geschichtsfreunde Hagen wollen ferner in Zusammenarbeit mit den örtlichen Geschichtsvereinen wie dem Hagener Heimatbund, dem Geschichtsverein Hagen und dem Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg sowie dem Karl-Ernst-Osthaus-Bund und der Henry-van-de-Velde-Gesellschaft die wissenschaftliche Erforschung der Stadt- und Regionalgeschichte fördern.
Damit Anschaffungen möglich werden
Einen weiteren Aufgabenschwerpunkt haben die Geschichtsfreunde in die Entwicklung altersgerechter und attraktiver Vermittlungs­angebote in den Museen und im Stadtarchiv gelegt. Der Vorstand und die Mitglieder des Kuratoriums möchten aber auch andere Einrichtungen und Unternehmen in der Stadt und in der Umgebung fachlich unterstützen, wenn es um die Darstellung und Vermittlung von Inhalten geht.
Für die Museen sollen stadtgeschichtlich wertvolle Exponate angeschafft werden. In den vergangenen Jahren mussten die Museen beim Ankauf von einigen bedeutenden Objekten aus Privatbesitz und im Handel oft zurückstehen. Sie landeten stattdessen in Privatsammlungen und in den Vitrinen auswärtiger Museen.
Exkursionen, Vorträge und noch viel mehr
Ähnlich ist die Situation in den Archiven, die ebenfalls oft genug beim Angebot von wichtigen Urkunden und anderen Dokumenten zurückstecken mussten. Zugleich sollen thematische stadt- und kulturhistorische Ausstellungen entwickelt und gefördert werden.
Ergänzt werden die Aktivitäten durch Schriften, Vorträge, Führungen oder museumspädagogische Aktivitäten. Die Geschichtsfreunde – als neuer Hagener Museums- und Archivverein – hoffen, mit dieser Initiative „Lust auf Altes“ zu machen, ein breites Publikum zu erreichen und mit neuen Erkenntnissen einen wichtigen Beitrag zur Hagener Kultur- und Stadtgeschichte zu leisten. Denn: Geschichte wird durch Anschaulichkeit erlebbar..