Luther-Skulptur findet an der Johanniskirche Platz

Auf der Geburtstagsausstellung von Uwe Will (r.) im Dezember 2016 war die Skulptur von Martin Luther erstmals zu sehen – damals noch als Gipsmodell. Am kommenden Freitag wird das Werk auf dem Johanniskirchplatz seinen endgültigen Standort finden – in Bronze. (Foto: Wk-Archiv/ME)

Hagen. (AnS) 500 Jahre Reformation: Für viele evangelische Bürger war es ein Gedenken an einen besonderen Mann, für andere nur ein weiterer freier Tag mehr, für einen aber eine ganz handwerkliche Aufgabe: Uwe Will schuf bereits im letzten Jahr eine Skulptur, die den Reformator Martin Luther als durchaus demütigen Mann zeigt. Am kommenden Freitag, 10. November, soll die Statue auf dem Johanniskirchplatz ihren endgültigen Standpunkt finden.

Auf der Geburtstagsausstellung des 75-jährigen Künstlers war „Martin Luther“ schon einmal zu sehen. Im Sparkassen-Karree war die Statue als Gipsmodell zu bestaunen und weckte bei den Besuchern Begeisterung. Denn Uwe Will war es wichtig, alles Statische bei ihrer Erschaffung zu vermeiden, Nicht mächtig, nicht mahnend sollte Luther wirken, sondern zitternd, zagend und lebendig. Die Haltung der Hände, eine aufs Herz gelegt, die andere leicht geöffnet nach vorne ausgestreckt, sollen seine Ergebenheit und Bitte um Gottes Zuspruch zeigen. Dazu passen die geschlossenen Augen. Gerade diese eher ungewöhnliche Darstellung kam beim künstlerisch versierten Publikum an.

Standort gefunden

Schon damals suchte Uwe Will einen geeigneten Platz für die Skulptur – die er im Übrigen auf Anregung des Pfarrers i.R. Erhard Schliebener entwarf (der Wochenkurier berichtete).

Der hätte das Kunstwerk gern am alten Augustinerkloster in Erfurt gesehen, doch jetzt bleibt Wills Werk in Hagen. Auf dem Johanniskirchplatz wird die Statue am Freitag um 12 Uhr feierlich enthüllt.

Dann schließt sich der Kreis: Auf der Geburtstagsausstelllung von Uwe Will war Luther das erste Mal zu sehen, auf dem 534. Geburtstag des Reformators am 10. November wird die Bronzeskulptur – auch dank der Hilfe zahlreicher Sponsoren – erstmals der Öffentlichkeit in Vollendung gezeigt.