Mächtig und prächtig: Denkmaltag rund um Werdringen

[1/2] Ein Bild aus vergangenen Zeiten. Wilhelm Riefstahl hat diese Idylle von Schloss Werdringen um 1860 gemalt. (Abb.: Sammlung Alexander Duncker) [2/2] Die Idylle ist geblieben. So präsentiert sich Schloss Werdringen heute den Besuchern. (Foto: Dietmar

[1/2] Ein Bild aus vergangenen Zeiten. Wilhelm Riefstahl hat diese Idylle von Schloss Werdringen um 1860 gemalt. (Abb.: Sammlung Alexander Duncker) [2/2] Die Idylle ist geblieben. So präsentiert sich Schloss Werdringen heute den Besuchern. (Foto: Dietmar

Hagen. (Red.) Alles dreht sich um „Macht und Pracht“, wenn die Untere Denkmalbehörde und der Hagener Heimatbund am Sonntag, 10. September, zum Tag des offenen Denkmals einladen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltungen und Vorträge stehen diesmal das Wasserschloss Werdringen und das Ruhrtal mit dem Kaisberg.
Im Werdringer Schlosshof eröffnet Oberbürgermeister Erik O. Schulz um 11 Uhr die Feier­lichkeiten. Thomas Grothe, technischer Beigeordneter der Stadt Hagen, informiert im Anschluss mit einem Vortrag über die Pläne der Stadt zu der Freizeit- und Erholungslandschaft am Harkort- und Hengsteysee. Um 11.45 Uhr führen Dr. Ralf Blank, Fachdienstleiter für Wissenschaft, Museen und Archive, und Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff in die spannende Geschichte des mittleren Ruhrtals ein.
Vom Wehrbau zum Wasserschloss
Das Wasserschloss Werdringen entstand aus einem hochmittelalterlichen Herrensitz, der erstmalig im 13. Jahrhundert erwähnt wird. Ursprünglich handelte es sich um ein „Festes Haus“ mit Wall und Graben. Die Überreste der mittelalterlichen Bebauung sind bis heute erkennbar. In der Frühen Neuzeit und gegen Mitte des 19. Jahrhunderts, seinerzeit im neugotischen Stil, wurde der Wehrbau zu einem Wasserschloss umgebaut. In den 1990er Jahren erfolgte eine Grundsanierung; seit 2004 dient ein Teil des Schlosses als archäologisches Museum für die Region.
Die Veranstalter präsentieren am Wasserschloss Werdringen den ganzen Tag über ein spannendes Vortrags- und Führungsprogramm: Dank der fachkundigen Verstärkung durch Dr. Ralf Blank, Ina Hane­mann (Leiterin der Unteren Denkmalbehörde), Ilka Siegwarth (Leiterin der Unteren Wasser- und Bodenschutzbehörde), Jens Bergmann (Vorsitzender Hagener Heimatbund) und Mirjam Kötter (Organisatorin des Denkmaltages) können die Besucher sich von 13 bis 18 Uhr auf kompetente Führungen und Besichtigungen durch das Museum, über den nahen Geo-Pfad und zu interessanten Themen rund um die Geschichte des Schlosses freuen.
Busrundfahrt mit Michael Eckhoff
Neben dem Programm am Wasserschloss findet auch die mittlerweile traditionelle Heimatbund-Busrundfahrt mit Michael Eckhoff von 13.30 bis 16 Uhr statt.
Über die Stadtgrenzen hinaus entdecken die Teilnehmer Orte und Denkmäler, die durch den Einfluss wichtiger Industrie­pioniere wie Friedrich Harkort besondere Bedeutung erlangt haben.
Die Tour führt durch Herdecke, Wetter, vorbei an Haus Busch und der Hohensyburg bis hin zum Laufwasserkraftwerk Hengstey. Am Burggelände in Wetter macht die Gruppe einen kurzen Halt. Treffpunkt für die zweieinhalbstündige Tour ist das Wasserschloss Werdringen. Die Teilnahme kostet zehn Euro pro Person und kann vor Ort gezahlt werden. Eine Anmeldung unter Telefon 02331/ 54418 (Donnerstag und Freitag jeweils von 9 bis 12 Uhr) ist erforderlich.
Zusätzlich besteht die einmalige Gelegenheit, am Tag des offenen Denkmals den Freiherr-vom-Stein-Turm am Kaisberg zu besichtigen. Auch die Bewohner von „Haus Baukey“, Baukey 1, laden zu einer interessanten Diashow in ihr Fachwerkhaus ein und bieten gemeinsam mit dem Yachtcafé „Lieber Scholli“ ein „kleines Catering“ an.
In Hohenlimburg öffnet die reformierte Kirche die Türen für Besucher und bietet ein eigenes Programm an.
Der Flyer zum Tag des offenen Denkmals liegt in den städtischen Gebäuden aus und steht im Internet unter www.hagen.de zur Verfügung. Fragen rund um „Macht und Pracht“ beantwortet Mirjam Kötter, Tel. 0157 / 37741096.