Märchenoper fürs Hospiz

Hagen. (anna) Es ist die vierte große Musikproduktion, die Opernsänger Klaus Beermann mit seinem tollen Team von Ehrenamtlern auf die Bühne bringt. Gespielt und gesungen von Kindern, Jugendlichen und Senioren, steht die Premiere der Märchenoper „Der Igel als Bräutigam“ am Sonntag, 6. April, um 18 Uhr im Autohaus Beckmann, Droste-Hülshoff-Straße 35, auf dem Terminplan.

Der komplette Erlös von insgesamt vier Vorstellungen ist für das „stationäre Hospiz“ bestimmt. Dr. Dieter Jaencker vom Hospiz-Förderverein wohnte jetzt den Proben bei und zeigte sich begeistert und beeindruckt zugleich. Die Schirmherrschaft für dieses aufwändige Musikprojekt haben die Hagener Bundestagsabgeordneten Cemile Giousouf (CDU) und René Röspel (SPD) übernommen. Beide werden außerdem zehnmal zwei Eintrittskarten an die wochenkurier-Leser verlosen.

Anfänge

Schon dreimal haben Klaus Beermann und sein Pianist Fritz Schlemmer für Furore gesorgt: Mit Grundschulkindern aus Vorhalle und einem Chor aus Smolensk brachten sie wunderbare Stücke auf die Bühne, die das Publikum jedes Mal begeisterten. Die Märchenoper „Der Rattenfänger von Hameln“ war ihr erstes Erfolgsstück. Es folgten die „Bremer Stadtmusikanten“ und „Brundibar“.

„Ich möchte mit diesen Projekten die Kinder und Jugendlichen an die klassische Musik heranführen“, erklärt Klaus Beermann. Und das ist dem Schüler-Musiktheater-Team vortrefflich gelungen. Die jungen Solisten sind bei den Proben mit Feuereifer bei der Sache.

Der Igel als Bräutigam

In Beermanns viertem Musik-Projekt „Der Igel als Bräutigam“ arbeitet er mit dem Kinder- und Jugend-Chor der Eckeseyer Akademie für Chor und Musik (ACM) unter der Leitung von Michael Oel zusammen. Weil viele Rollen und Stimmen für Schüler in dem Stück zu schwer waren, machte sich Beermann auf die Suche nach stimmgewaltigen Senioren. Er wurde in heimischen Männerchören fündig und konnte Hauptrollen sogar doppelt besetzen. „Nur der König in dem Stück muss durchhalten, für den wurde keine Ersatz gefunden“, meint Produzent Beermann, der das Publikum als singender Erzähler durch die Märchenoper führt.

Die Märchenoper wurde 1951 uraufgeführt. Die Musik schrieb Cesar Bresgen. Der aus fünf verschiedenen Bildern zusammengesetzte Opernstoff entsteht durch den Fluch einer kinderlosen, armen Fischersfrau mit dem Aufschrei: „Ein Söhnlein will ich haben und wenn’s ein Igel wär.“ Zum Entsetzen der Fischersleute erscheint plötzlich der Igel und stellt seine Forderungen. Jedoch der Fischer beschließt, den Igel in einem Wald auszusetzen…

Drehbühne selbst gebaut

Fünf verschiedene Bühnenbilder erfordert der Musikklassiker mit dem Igel. Für das Team hinter der Bühne eine große Herausforderung. Mit Unterstützung von Sponsoren, die insgesamt 11.000 Euro gespendet haben, und der Körperkraft und das Know-how der vielen Ehrenamtler wurde eine Drehbühne erstellt, die den Szenenwechsel bequem ermöglicht. In den leerstehenden Hallen von Zwieback Brandt konnte die viergeteilte Bühne zusammengezimmert und später zu den Proben im Gemeindehaus in der Rolandstraße aufgebaut werden. Drei große Bühnenbilder wurden von Grundschülern der Freiherr-vom-Stein-Schule erstellt.

Dann ein neuerliches Problem: Da ein Auftritt im Sparkassen-Karree stattfindet, muss die Bühne auch dorthin transportiert werden. Leider passte sie nicht durch die Tür, so dass die „Holzwürmer“ aus dem Team eine andere Lösung finden mussten. Die Bühne wurde erneut auseinander gebaut und in acht statt vier Teile, zerlegt. „Ein schwieriges Unterfangen“, erinnert sich Beermann, „aber wir haben es geschafft.“

Vier Aufführungen

Darsteller und Helfer fiebern jetzt der Premiere am 6. April um 18 Uhr im Autohaus Beckmann entgegen, für die es nur noch wenige Karten gibt. Am Dienstag, 8. April, und am Mittwoch, 9. April, um 18 Uhr ist der Igel-Bräutigam um 18 Uhr im Forum des Sparkassen-Karrees zu erleben. Jetzt passt die Bühne ja durch die Tür. Am Donnerstag, 10. April, ist die Märchenoper um 18 Uhr in der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK), Körnerstraße 41, zu Gast.

Karten zum Preis von 8 bzw. 5 Euro gibt es bei der Hagen-Info, Körnerstraße 27, bei Lotto-Toto Vielhaber in der Badstraße 4 und im Autohaus Beckmann, Droste-Hülshoff-Straße 35.

Verlosung

Die Schirmherren der Oper, die Bundestagsabgeordneten Cemile Giousouf und René Röspel, spendieren den wk-Lesern zehnmal zwei Karten für diese Märchenoper. Wer die gewinnen will, sollte am Montag, 10. März, zwischen 14 und 14.10 Uhr die wochenkurier-Glücksnummer 184478 anrufen. Wer rechtzeitig durchkommt, hat zwei Karten der Bundestagsabgeordneten für die Aufführung am Donnerstag, 10. April, in der SIHK gewonnen. Der Rechtweg ist ausgeschlossen.