Märkische Bank: „Sehr zufrieden mit 2016“

Hagen. (ME) Die Märkische Bank mit ihren Standbeinen in Hagen, im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis und im nördlichen Märkischen Kreis blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück.
Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte die Genossenschaftsbank – die in den kommenden Wochen übrigens ihr 120-jähriges Bestehen feiern kann – „ein sehr zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erzielen“. Dieses Fazit zogen jetzt der Vorstandsvorsitzende Hermann Backhaus und sein Stellvertreter Achim Hahn.
Viel Freude
Insbesondere das „dynamische Kreditgeschäft“ hat den beiden Bankern viel Freude bereitet: „Wir durften Neugeschäfte im Umfang von über 200 Millionen Euro verbuchen.“ Der Zuwachs stützt sich sowohl auf private Baufinanzierungen als auch auf gewerbliche Kredite. „Vor allem das Firmenkundengeschäft ist überdurchschnittlich gewachsen und verdeutlicht unsere Stellung als starke Mittelstandsbank“, so Hahn.
Das bilanzielle Kreditvolumen liegt jetzt bei 850 Millionen Euro, zudem konnten die „Märker“ bei Konsumentenkrediten ein 35-Millionen-Volumen an einen Verbundpartner vermitteln.
Auch bei den Kundeneinlagen war – ungeachtet der anhaltenden Niedrigzinsphase – „ein überraschend guter Anstieg zu verzeichnen“, so Backhaus. „Wir haben erstmals die Schwelle von einer Milliarde Euro überschritten. Für längerfristige Anlagen wählen unsere Kunden zunehmend Fondslösungen und alternative Wertpapieranlagen. Damit verknüpft sind anspruchsvollere Beratungen im Verhältnis zu früheren Zeiten.“ Dass die Bank ferner mit der Zeit geht und die Nutzung diverser elektronischer „Medien“ ermöglicht, versteht sich fast von selbst. Mittelfristig könnte das natürlich zu Änderungen in der Filialstruktur führen.
Schaut man auf die Bilanzsumme, ist ein Anstieg um 3,5 Prozent zu konstatieren – auf 1,26 Milliarden Euro. Ebenfalls um 3,5 Prozent erhöhte sich zudem das betreute Kundenvolumen (einschließlich Lebensversicherungen): auf inzwischen 2,6 Milliarden Euro.
Hohe Dividende
Am guten Ergebnis dürfen auch die knapp 27.000 Genossenschaftsmitglieder partizipieren: Die Bank schüttet an ihre Eigentümer 1,2 Millionen Euro aus, das macht eine 5,7-Prozent-Dividende aus. Darin enthalten ist ein kleines „Geschenk“ zum 120-jährigen Geburtstag. „Wir bieten ein Stück Heimat“, betont Achim Hahn. Das habe sicherlich auch dazu geführt, dass die „Märker“ allein im vergangenen Jahr über 1300 neue Mitglieder begrüßen duften.
Große Freude herrscht bei Hermann Backhaus ebenso darüber, dass die „Genossenschafts­idee“ im November 2016 zum Weltkulturerbe – hier speziell: zum „immateriellen Kulturerbe der Menschheit“ – erklärt worden ist. Diese enorme Wertschätzung wird sicherlich auch eine Rolle spielen, wenn die heimische Bank im März in einem Festakt auf ihre ersten 120 Jahre zurückblicken wird. Damals wurde der Boeler Spar- und Darlehnsverein aus der Taufe gehoben, das ist einer der vielen Vorgänger der heutigen Märkischen Bank.
Auch mehr Geld für die Siftung
Die gesunde wirtschaftliche Verfassung der hiesigen Bank machte es außerdem möglich, die Kapitalausstattung der „Märkische-Bank-Stiftung“ um weitere 500.000 Euro aufzustocken – auf 2,5 Millionen Euro. Backhaus: „Dadurch wird die Stiftung in die Lage versetzt, ihr Engagement zur Förderung von Kultur, Wissenschaft und Forschung in der heimischen Region weiter auszuweiten.“ Gefördert wurden 2016 unter anderem die „Hagener Konzertbusse“ und eine Veranstaltungsreihe des Emil-Schumacher-Museums.
Unterm Strich gab es nur einen Punkt, der Backhaus etwas die Laune verdarb: Als einer der Hauptsponsoren von Phoenix Hagen zeigte sich der Vorstandsvorsitzende sehr „entsetzt und enttäuscht“ über das Geschäftsgebaren des Insolvenzclubs.