Maler-Star aus Andalusien erstmals in Deutschland: Osthaus-Museum zeigt Andrés Garcia Ibáñez

Andrés Garcia Ibáñez ist bei uns in Mitteleuropa eher unbekannt, aber in Spanien zählt er zu den bedeutendsten Malern der Gegenwart Auf bisweilen respektlose Weise stellt er gerne das Innenleben der spanischen Gesellschaft dar. (Foto: Christina Schröer)

Hagen. (ME) Andrés Garcia Ibáñez ist bei uns in Mitteleuropa eher unbekannt, aber in Spanien zählt er zu den wichtigsten Malern der Gegenwart. Das Hagener Osthaus-Museum an der Hochstraße (Museumsplatz) richtet aktuell als erstes deutsches Museum eine große Ausstellung mit den Werken des 1971 in der andalusischen Stadt Almeria geborenen Künstlers aus.

Der Wochenkurier verlost aus diesem Anlass drei Mal zwei Eintrittstickets für diese wirklich spannende Schau, die übrigens noch bis zum 3. Dezember zu sehen ist.

Andrés Garcia Ibáñez hat schon sehr früh begonnen zu malen. Bereits mit elf Jahren erhielt er seine erste Ausstellung. Rasch setzte er sich mit den großen spanischen Malern wie Velázquez, El Greco, Goya sowie mit der Kunst von Rembrandt auseinander. Schon als 16-Jähriger entwickelte er seinen eigenen Malstil.

Auf äußerst souveräne Art und mit jeder neuen Bildfolge gelingt es Andrés Garcia Ibáñez immer wieder, erstaunliche Porträts und szenische Darstellungen zu verwirklichen. Seine kritischen Themen, die er verstärkt seit dem Jahr 2000 bearbeitet, beschäftigen sich – auf bisweilen respektlose Weise – spöttisch mit dem Innenleben der spanischen Gesellschaft: Königshaus, Kirche, Fremdenlegion, Heldentum sind wichtige Konstanten in seiner Kunst. Seine Kritik gilt vor allem der gesellschaftlichen Heuchelei, die er mit wunderbar gemalten Bildern entlarvt.

Seine ebenfalls in Hagen vorgestellte Bildfolge zum spanischen Stierkampf greift ein beliebtes Motiv Spaniens auf: den Minotaurus. Dieser Mythos um das Mischwesen mit Stierkopf und menschlichem Körper, dessen Ursprung der minoischen Kultur Kretas entstammt, ist uns auch aus der Kunst von Pablo Picasso bekannt, der sich auf seiner nie müde werdenden Abenteuerreise durch das „Land der Liebe“ mal als Matador, mal als Musketier verkleidete.

Andrés Garcia Ibáñez ist ein Maler großer Szenen, in denen sich Dramatik mit bissigem Humor paart. Doch bei aller kritischen Haltung finden wir eine Versöhnung durch seine grandiose Malerei, die alle Register technischen Könnens zu ziehen vermag.

Ibáñez ist als Maler ein Poet, als Denker ein schonungsloser Realist. Beides zu vereinen, zeichnet den großen Maler aus.

Wer unter den Gewinnern der drei Mal zwei Tickets sein möchte, sollte sich bis zum 9. November, 9 Uhr, per Mail an den Wochenkurier wenden (redaktion@wochenkurier.de), Stichwort: Andalusien. Die Gewinner werden bis Freitag benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.