"Mann schlägt nicht!"

Diese Plakate sind zur Zeit im Stadtgebiet präsent. Es ist die aktuelle Kampagne des “Runden Tisches gegen häusliche Gewalt Hagen.“ (Foto: Stadt Hagen)

Hagen. Der „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt Hagen“ gründete sich Ende 2001 und ist nunmehr durch 13 Institutionen und Einrichtungen vertreten, um Schutz und Beratung für die Opfer zu gewährleisten und häusliche Gewalt im Vorfeld zu verhindern. Der „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt Hagen“ arbeitet kontinuierlich daran, die Vernetzung der beteiligten Einrichtungen im Sinne der Opfer zu optimieren und die Menschen zu sensibilisieren. Das ist auch ein Männerthema.

Um eine breite Ablehnung gegen Gewalt in Partnerschaft und Familie zu erreichen, seien Solidarität und Zivilcourage notwendig – im Freundeskreis, im Sportverein und am Arbeitsplatz, meint der Runde Tisch. Der DGB konnte als Partner in der aktuellen Aktion „mann schlägt nicht!“ gewonnen werden. Die Kampagne soll Aufmerksamkeit erregen, wachrütteln und die aktive Solidarität mit den Opfern einfordern. „Mann schlägt nicht! Zu häuslicher Gewalt darf man nicht schweigen“ – es wird deutlich, dass es sich um Straftaten und nicht um Familienstreitigkeiten handelt.

Allein in NRW kam es 2011 zu 25.000 Anzeigen. Ausgehend von der Tatsache, dass häusliche Gewalt schwerwiegende gesundheitliche Folgen und somit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat, sehen die Beteiligten die Kampagne in den Betrieben am richtigen Ort. Dort werden im ersten Schritt insgesamt 500 Plakate und 10.000 Postkarten verteilt. Den Auftakt dieser Aktion bildet eine großflächige Plakatierung im gesamten Stadtgebiet. 2013 soll die Kampagne mit weiteren öffentlichen Aktionen und gezielten Maßnahmen fortgeführt werden.