Mietspiegel Hagen zeigt: Kein Wohnungsmangel

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Hagen. (AnS) Der Hagener wohnt gerne auch als Einzelperson in einer größeren Wohnung mit Balkon oder kleiner Terrasse in guter Wohnlage. Einkaufsmöglichkeiten und schulische Einrichtungen sollten erreichbar sein, die Höhe des Mietpreises spielt bei der Auswahl zunächst eine untergeordnete Rolle. Das ist ein Ergebnis des Hagener Mietspiegels 2017, der kürzlich durch den Gutachterausschuss vorgestellt wurde. Erstellt wird er inzwischen seit über 35 Jahren und hat im Laufe der Zeit sowohl bei Wohnungssuchenden, Mietern und Vermietern als auch in der Rechtsprechung stark an Akzeptanz gewonnen. Damit ist er für die Orientierung ebenso wichtig wie für rechtliche Auseinandersetzungen. 16.000 Fragebögen gingen Anfang Januar 2017 raus, 2800 Mietdaten standen letztendlich zur Verfügung, die für den qualifizierten Mietspiegel ausgewertet wurden.

Leicht gestiegen sind die Mieten in allen Bereichen. Allerdings im Normbereich: Die Nettomieten sind um drei bis sechs Prozent teurer geworden. Die im Mietspiegel beschriebene Standardwohnung (mittlere Wohnlage, kein Balkon, Standardausstattung) mit einem Baujahr von 1949 bis 1977 weist im Mietspiegel 2017 eine durchschnittliche Nettomiete von 4,90 Euro pro Quadratmeter auf. 65 Prozent des Hagener Wohnungsbestandes sieht so aus. Seit 2010 wird in der Volmestadt fleißig gebaut: Vor allen Dingen die Mieten von Neubauten in der Volmestadt sind der neuesten Erhebung nach ein teures Pflaster. Rund neun Euro muss man für eine gehobene Ausstattung und Wohnlage berappen. Wohnungsmangel indes gibt es – wie bereits in den größeren Nachbarstädten – nicht. Auch die Frage an Mieter und Vermieter nach dem gefühlten Leerstand hat eine interessante Antwort. Demnach sind die Wohnungen in Hagen gut belegt bzw. der Leerstand fällt zumindest subjektiv nicht ins Gewicht.

Unter www.gutachterausschuss.hagen.de ist der qualifizierte Mietspiegel 2017 unter der Rubrik „Produkte – Mietspiegel“ gebührenfrei als Download erhältlich. Hier gibt es auch eine Übersicht der Stadtteile auf einer Wohnlagekarte. Der Mietspiegel kann ebenso als Broschüre ab Januar 2018 bei den Bürgerämtern oder den Interessensverbänden gegen eine Gebühr von 10 Euro erworben werden.