Von „Fremden Impulse“ profitierte unsere Region schon immer – denn das Ruhrgebiet ist seit Jahrhunderten ein „Schmelztiegel“. (Foto: LWL)

Hagen. (ce) Die Ausstellung „Fremde Impulse – Baudenkmale im Ruhrgebiet“, 2010 von den beiden Denkmal­ämtern Westfalen (LWL) und Rheinland (LVR) zusammengestellt, wird noch bis zum 24. Juni im Rahmen des europäischen Kulturerbejahrs 2018 im „Jungen Museum“ des Osthaus-Museums Hagen gezeigt.

Die Wanderausstellung, die passend in Transportkisten daherkommt, erzählt, wie sich Austausch, Wandel und Migration und die damit verbundenen gesellschaftlichen Prozesse im reichen Denkmalbestand des Ruhrgebiets, so auch in der Stadt Hagen, widerspiegeln.

Migration und Veränderung sind der „Normalfall“ gesellschaftlichen und kulturellen Wandels. Sie sind bestimmend für Menschen, für Entwicklungen in jeder Gesellschaft und in jeder Kultur. Menschen aus allen Ländern Europas und darüber hinaus haben das Ruhrgebiet und auch Hagen über Jahrhunderte geprägt und immer wieder neu geformt. Die Wanderausstellung wurde speziell um Hagener Beispiele ergänzt.

In der Ausstellung werden Denkmalobjekte aus dem gesamten Ruhrgebiet unter den fünf Themen Kunst und Architektur – Glaube – Leute – Herrschaft – Technologie und Kapital mit Fotos, Texten und Objekten präsentiert.

Die gewachsene Kulturlandschaft im Bereich des Ruhrgebietes reicht von Relikten aus der Römerzeit über Gebäude des Mittelalters bis zu futuristisch anmutenden Verwaltungsbauten der Gegenwart. An ihnen lassen sich die Wechselbeziehungen zwischen dem heutigen „Pott“ und anderen Regionen der Welt anschaulich nachvollziehen.

Für das Jahr 2018 wurde von der Europäischen Union das „Europäische Jahr des kulturellen Erbes“ (European Cultural Heritage Year) ausgerufen, um den Wert und die Bedeutung des kulturellen Erbes sowie die gemeinsamen kulturellen Wurzeln Europas zu betonen und einer breiten Öffentlichkeit, insbesondere der jungen Generation, zu vermitteln.

Dieser Anlass gab den Impuls zu einer Kooperation der westfälischen Denkmalpflege mit dem Europabüro Hagen, dem Hagener Fachbereich Kultur und Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff, um die Ausstellung „Fremde Impulse – Baudenkmale im Ruhrgebiet“ in Hagen samt einiger ergänzender Veranstaltungen zu präsentieren. Die Eröffnung der Ausstellung in Hagen war gleichsam auch die Auftaktveranstaltung zum europäischen Kulturerbejahr 2018 in der Volmestadt.

Im Vorfeld der Ausstellung wurden Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Wettbewerbs aufgerufen, sich mit Dingen zu beschäftigen, die in unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, aber ursprünglich aus dem europäischen Ausland zu uns gekommen sind. Man denke nur an Pizza und Pasta oder an schwedische Wohnkultur.

An dem Wettbewerb haben sich Schulen aus Hagen und den benachbarten Städten beteiligt. Die Ergebnisse ihrer Arbeiten haben die Jugendlichen als bunte Plakate gestaltet. Alle Arbeiten der Schülerinnen und Schüler werden ebenfalls im Osthaus-Museum dargeboten. Die Preisgelder für den Wettbewerb in Höhe von 600 Euro wurden vom Europabüro der Stadt Hagen zur Verfügung gestellt.

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